⚠️ Veraltet (Stand 2026-04-30)
Diese Dokumentation beschreibt das alte System vor dem Process-Engine-Refactor (Phase 4.7). Die zugrundeliegenden Tabellen (cascade_*, concept_instances/bausteine, crisis_scenarios/events/tasks, workflow_*) wurden gedroppt. Die hier dokumentierten Routen und Models existieren so nicht mehr.
Aktuelle Architektur: Process-Engine API — eine Engine, mehrere Apps (flow.*, concept.*, crisis.*).
Diese Datei bleibt als historische Referenz erhalten.
Die 9 Bausteine im Detail
Jeder Baustein erfüllt eine klar definierte Aufgabe innerhalb eines schulischen Konzepts. Zusammen bilden sie einen vollständigen Kreislauf: von der Haltung über die Analyse und Prävention bis hin zur Evaluation.
Auf dieser Seite erfährst du, wofür jeder Baustein steht, warum er wichtig ist und wie du ihn in Prilog nutzt.
Baustein 1: Haltung & Leitbild
Worum geht es?
Jedes Konzept beginnt mit der Frage: Wofür stehen wir als Schule in diesem Thema? Das Leitbild ist das Fundament — es formuliert die Werte, Überzeugungen und Ziele, auf denen alle weiteren Massnahmen aufbauen.
Ein Kinderschutzkonzept ohne Leitbild ist eine Checkliste. Mit Leitbild wird es zur Haltung.
Warum ist das wichtig?
- Bei Schulinspektionen wird explizit nach dem Leitbild gefragt
- Es schafft ein gemeinsames Verständnis im Kollegium
- Es ist die Grundlage für Elternkommunikation (Baustein 7)
- Es hilft bei schwierigen Entscheidungen im Ernstfall
Wie nutzt du das in Prilog?
Du öffnest Tab 1 und findest einen vollwertigen Rich-Text-Editor. Hier kannst du:
- Überschriften, Aufzählungen und Tabellen nutzen
- Checklisten erstellen
- Den Text gemeinsam im Team bearbeiten
- Das fertige Leitbild wird automatisch gespeichert
Praxis-Tipp
Formuliere das Leitbild nicht allein. Nutze eine Gesamtkonferenz, sammle Stichpunkte und trage sie anschliessend hier ein. Das Leitbild lebt davon, dass es vom ganzen Kollegium getragen wird.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Unser Leitbild" |
| Krisenmanagement | „Grundsätze" |
| Medienkonzept | „Medienleitbild" |
| Gewaltprävention | „Wertehaltung" |
Baustein 2: Analyse
Worum geht es?
Bevor du Massnahmen ergreifen kannst, musst du wissen, wo die Risiken liegen. Baustein 2 ist die systematische Bestandsaufnahme: Welche Gefahren gibt es an unserer Schule? Wo sind wir verwundbar? Was müssen wir zuerst angehen?
Warum ist das wichtig?
- Massnahmen ohne Analyse sind Schüsse ins Blaue
- Priorisierung: Nicht alles ist gleich dringend
- Nachvollziehbarkeit: Du kannst belegen, warum bestimmte Massnahmen gewählt wurden
- Gesetzliche Anforderungen verlangen eine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 2 zeigt ein Kanban-Board mit vier Spalten:
┌──────────────┐ ┌──────────────┐ ┌──────────────┐ ┌──────────────┐
│ Identifiziert│ │In Bearbeitung│ │ Bewertung │ │ Behoben │
│ │ │ │ │ │ │ │
│ ● Risiko A │ │ ● Risiko C │ │ │ │ ● Risiko B │
│ ● Risiko D │ │ │ │ │ │ │
└──────────────┘ └──────────────┘ └──────────────┘ └──────────────┘Jedes Risiko wird als Karte erfasst mit:
- Titel — z.B. „Unbeaufsichtigte Bereiche auf dem Schulhof"
- Priorität — Kritisch, Hoch, Mittel, Niedrig (farbcodiert)
- Beschreibung — Details zur Gefährdung
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Gefährdungsanalyse" |
| Krisenmanagement | „Risikobewertung" |
| Medienkonzept | „Bestandsaufnahme" |
| Gewaltprävention | „Gewaltanalyse" |
Baustein 3: Prävention
Worum geht es?
Prävention bedeutet: Was tun wir bevor etwas passiert? Dieser Baustein enthält den Massnahmenplan — konkrete Aktivitäten mit Terminen und Verantwortlichkeiten, die Risiken minimieren sollen.
Warum ist das wichtig?
- Prävention ist kostengünstiger als Intervention
- Viele Konzepte fordern explizit einen Präventionsplan
- Regelmässige Prävention schafft Routine und Sicherheit
- Eltern erwarten proaktives Handeln
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 3 ist mit einem dedizierten Kalender-Layer verknüpft. Alle Präventionstermine erscheinen in deinem normalen Kalender, aber in einer eigenen Farbe und Schicht:
- Wiederkehrende Präventionswochen (z.B. „Gewaltprävention" im November)
- Fortbildungstermine
- Überprüfungstermine für Sicherheitsausstattung
- Elternabende zum Thema
Über den Button „Kalender öffnen" springst du direkt zum Kalender-Hub, wo du neue Termine anlegen und bestehende bearbeiten kannst.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Präventionsmassnahmen" |
| Krisenmanagement | „Vorbereitung" |
| Medienkonzept | „Medienbildungsplan" |
| Gewaltprävention | „Präventionsprogramme" |
Baustein 4: Intervention
Worum geht es?
Dies ist der wichtigste Baustein im Ernstfall. Was passiert, wenn es soweit ist? Wer wird informiert? In welcher Reihenfolge? Was muss bestätigt werden? Baustein 4 enthält die konkreten Handlungsabläufe — nicht als statisches Flussdiagramm auf Papier, sondern als lebendiger, ausführbarer Workflow.
Warum ist das wichtig?
- Im Ernstfall zählt jede Minute — niemand hat Zeit, Akten zu wälzen
- Klare Abläufe verhindern Fehler unter Stress
- Nachweispflicht: Jeder Schritt wird protokolliert
- Vier-Augen-Prinzip und andere Sicherheitsmechanismen sind eingebaut
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 4 ist das Herz des Konzept-Frameworks: die Graph-basierte Workflow-Engine. Du siehst:
- Das Workflow-Template — ein visueller Graph mit allen Schritten
- Die Run-Liste — bisherige Durchläufe mit Status
- „Ablauf starten" — startet einen neuen Durchlauf
- „Editor öffnen" — öffnet den visuellen Graph-Editor
Der Graph-Editor
Der Graph-Editor zeigt den Ablauf als visuelles Flussdiagramm:
[Meldung] → [Ersteinschätzung] → ◇ Akut?
├─ Ja → [Jugendamt] → [Vier-Augen] → [Bericht]
└─ Nein → [Fachkraft] → ◇ Bestätigt?
├─ Ja → [Meldung]
└─ Nein → [14 Tage warten] ↩Jeder Knoten (Node) im Graph hat einen Typ:
| Symbol | Typ | Was passiert |
|---|---|---|
| ▶ Start | Start | Workflow beginnt |
| 📋 Formular | Formular | Eine Person füllt strukturierte Daten aus |
| ◇ Entscheidung | Entscheidung | Workflow verzweigt basierend auf einer Bedingung |
| ✓ Bestätigung | Checkpoint | Eine Person muss bestätigen, bevor es weitergeht |
| ✓✓ Genehmigung | Approval | Mehrere Personen müssen zustimmen (z.B. Vier-Augen-Prinzip) |
| 💬 Nachricht | Announce | Nachricht wird automatisch verschickt (Chat, E-Mail, SMS) |
| ⚡ Aktion | Aktion | Technische Aktion wird ausgeführt (PDF erzeugen, Kalender-Eintrag) |
| ⏱ Wartezeit | Delay | Wartet eine bestimmte Zeitspanne (z.B. 14 Tage Wiedervorlage) |
| ⏰ Zeitpunkt | Timer | Wartet bis zu einem bestimmten Datum oder Zeitplan |
| ⚠ Eskalation | Eskalation | Informiert eine übergeordnete Stelle |
| ⑃ Parallel | Parallel-Gateway | Startet mehrere Abläufe gleichzeitig |
| ⊡ Unterablauf | Subprocess | Bettet einen anderen Workflow ein |
| ⬛ Abschluss | Finish | Workflow endet, optional mit Bericht |
Was passiert bei einem Durchlauf?
Wenn du „Ablauf starten" klickst, beginnt der Workflow. Das System:
- Zeigt der zuständigen Person das nächste Formular oder den nächsten Checkpoint
- Wartet auf Eingaben oder Bestätigungen
- Verzweigt automatisch basierend auf den eingegebenen Daten
- Sendet Benachrichtigungen an die richtigen Personen
- Protokolliert jeden einzelnen Schritt mit Zeitstempel
Kein Schritt wird übersprungen. Kein Schritt wird vergessen. Alles ist nachvollziehbar.
Vier-Augen-Prinzip
Bei sensiblen Entscheidungen (z.B. Meldung ans Jugendamt) verlangt der Workflow die Bestätigung durch zwei verschiedene Personen. Erst wenn beide zugestimmt haben, geht es weiter. Das ist keine Option — es ist im Workflow fest eingebaut.
Variablen in Workflows
Workflows arbeiten mit Variablen — Daten, die während des Durchlaufs gesammelt und weitergereicht werden. Du kannst Variablen in Nachrichten, Bedingungen und Aktionen verwenden.
Syntax: Variablen werden mit doppelten geschweiften Klammern eingefügt:
Woher kommen Variablen?
| Quelle | Beispiel | Beschreibung |
|---|---|---|
| Formular-Felder | , | Jedes Formular-Feld kann in eine Variable schreiben. Im Formular-Node wird unter „Schreibt in Variable" der Ziel-Variablenname angegeben. |
| Workflow-Template | , | Vordefinierte Variablen im Template (unter „Variablen" im Template konfigurierbar). Werden beim Start des Workflows als Kontext übergeben. |
| System-Variablen | | Automatisch vom System gesetzte Werte. |
Wo kannst du Variablen verwenden?
| Node-Typ | Feld | Beispiel |
|---|---|---|
| Nachricht | Ziel-ID | — sendet an den Eltern-Space |
| Nachricht | Nachrichtentext | Gefährdung gemeldet: |
| Entscheidung | Bedingung | schweregrad == "akut" |
| Aktion | Daten-Payload | {"beobachtung": ""} |
| Eskalation | Eskalationshinweis | Fall : Frist überschritten |
Beispiel: Nachricht mit Variablen
Im Node-Inspektor eines Nachricht-Nodes:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Kanal | matrix_room |
| Ziel-ID | |
| Nachricht | Neue Gefährdungsmeldung: . Schweregrad: . Bitte umgehend reagieren. |
| Dringend | Ja |
Wenn der Workflow läuft und ein Formular vorher die Felder beobachtung und schweregrad ausgefüllt hat, werden die Platzhalter automatisch durch die tatsächlichen Werte ersetzt.
Bedingungen in Entscheidungs-Nodes
Entscheidungs-Nodes verwenden Variablen in Bedingungsausdrücken:
| Ausdruck | Bedeutung |
|---|---|
schweregrad == "akut" | Prüft ob der Schweregrad „akut" ist |
schweregrad != "unklar" | Prüft ob der Schweregrad nicht „unklar" ist |
risiko > 3 | Prüft ob der numerische Risikowert grösser als 3 ist |
empfehlung == "melden" | Prüft ob die Empfehlung „melden" lautet |
istAkut | Prüft ob die Variable istAkut wahr (true) ist |
Tipp: Variablen planen
Bevor du einen Workflow baust, überlege welche Daten du brauchst. Definiere zuerst die Formular-Felder (welche Daten werden erfasst?) und dann die Nachrichten (welche Daten werden weitergegeben?). Die Variablennamen verbinden beides.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Fallbearbeitung" |
| Krisenmanagement | „Szenarien & Checklisten" |
| Medienkonzept | „Vorfallbehandlung" |
| Gewaltprävention | „Interventionskette" |
Baustein 5: Organisation & Zuständigkeiten
Worum geht es?
Wer macht was? Wer ist im Ernstfall erreichbar? Wer darf Entscheidungen treffen? Baustein 5 ist die Rollen-Matrix — eine klare Übersicht aller Zuständigkeiten.
Warum ist das wichtig?
- Vermeidet das „Ich dachte, du machst das"-Problem
- Gesetzliche Pflicht: Schulen müssen z.B. eine Kinderschutzbeauftragte benennen
- Vertretungsregelungen werden sichtbar
- Neue Kolleginnen und Kollegen sehen sofort, wer wofür zuständig ist
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 5 zeigt eine editierbare Tabelle:
| Rolle | Person | Verantwortlichkeiten | Kontakt |
|---|---|---|---|
| Kinderschutzbeauftragte | Frau Müller | Meldungen entgegennehmen, Fachkraft koordinieren | 0170-... |
| Stellvertretung | Herr Schmidt | Vertretung bei Abwesenheit | 0171-... |
| Schulleitung | Frau Weber | Entscheidungsbefugnis, Vier-Augen-Prinzip | 030-... |
Du kannst Rollen hinzufügen, bearbeiten und entfernen. Die Rollen werden automatisch in den Workflows (Baustein 4) als Zuweisungsziele verwendet — wenn der Workflow „Schulleitung muss bestätigen" sagt, weiss das System, wer gemeint ist.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Zuständigkeiten" |
| Krisenmanagement | „Krisenstab" |
| Medienkonzept | „Medienbeauftragte" |
| Gewaltprävention | „Zuständigkeiten" |
Baustein 6: Qualifizierung
Worum geht es?
Ein Konzept ist nur so gut wie die Menschen, die es umsetzen. Baustein 6 stellt sicher, dass alle Beteiligten ausreichend geschult sind — und dass diese Schulungen nachweisbar dokumentiert werden.
Warum ist das wichtig?
- Gesetzliche Schulungspflichten (z.B. §8a-Basisschulung)
- Schulinspektionen fragen nach dem Schulungsstand
- Wissen veraltet — regelmässige Auffrischung ist nötig
- Neue Lehrkräfte müssen eingearbeitet werden
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 6 bietet zwei Werkzeuge:
Kalender-Layer — Ein eigener Kalender-Layer für Schulungstermine. Fortbildungen, Drills und Übungen werden hier geplant und sind im normalen Kalender sichtbar.
DMS-Ordner — Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate werden im verlinkten DMS-Ordner abgelegt. So hast du jederzeit den Nachweis, wer wann geschult wurde.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Schulungen §8a" |
| Krisenmanagement | „Übungen & Drills" |
| Medienkonzept | „Lehrerfortbildung" |
| Gewaltprävention | „Fortbildungen" |
Baustein 7: Kommunikation & Beteiligung
Worum geht es?
Ein Konzept, das niemand kennt, schützt niemanden. Baustein 7 regelt, wie alle Stakeholder — Lehrkräfte, Eltern, Schüler, Behörden — informiert und eingebunden werden.
Warum ist das wichtig?
- Eltern haben ein Recht auf Information (besonders bei Sicherheitsthemen)
- Im Krisenfall müssen Informationen schnell und gezielt verteilt werden
- Transparenz schafft Vertrauen
- Beteiligung erhöht die Akzeptanz
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 7 zeigt:
Matrix-Raum — Ein dedizierter, geschützter Kommunikationsraum für das Konzept-Team. Hier können sich Verantwortliche abstimmen, ohne dass die Kommunikation in allgemeinen Chat-Kanälen untergeht.
Benachrichtigungsregeln — Wer wird worüber automatisch informiert?
- Workflow gestartet → Alle Mitglieder
- Checkpoint fällig → Zuständige Person
- SLA-Warnung → Schulleitung
- Workflow abgeschlossen → Zusammenfassung im Raum
Die Sichtbarkeit für Eltern wird über die Space-Konfiguration gesteuert — Eltern sehen nur das, was für sie bestimmt ist.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Elterninformation" |
| Krisenmanagement | „Alarmierung" |
| Medienkonzept | „Elternarbeit" |
| Gewaltprävention | „Beratungsangebote" |
Baustein 8: Dokumentation
Worum geht es?
Alles was passiert, muss dokumentiert werden — rechtssicher, nachvollziehbar und revisionsfest. Baustein 8 ist das Archiv des Konzepts.
Warum ist das wichtig?
- Rechtliche Pflicht — Besonders im Kinderschutz (§8a) ist lückenlose Dokumentation unerlässlich
- Nachweispflicht — Bei Schulinspektionen, Beschwerden oder gerichtlichen Verfahren
- Wissenstransfer — Wenn Personal wechselt, geht kein Wissen verloren
- Qualitätssicherung — Nur was dokumentiert ist, kann ausgewertet werden (Baustein 9)
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 8 verlinkt auf einen dedizierten DMS-Ordner für das Konzept. Hier werden automatisch abgelegt:
- Workflow-Berichte — Nach jedem abgeschlossenen Durchlauf wird ein Bericht generiert
- Formulardaten — Alle ausgefüllten Formulare aus Baustein 4
- Protokolle — Zeitgestempelte Protokolle aller Aktionen
Zusätzlich kannst du manuell Dokumente hochladen — z.B. externe Gutachten, Bescheide oder Korrespondenz.
Aufbewahrungsfristen
Im Kinderschutz gelten besondere Aufbewahrungsfristen (bis zu 10 Jahre nach §8a SGB VIII). Prilog stellt sicher, dass Dokumente nicht versehentlich gelöscht werden.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Fallakten" |
| Krisenmanagement | „Nachberichte" |
| Medienkonzept | „Medienentwicklungsplan" |
| Gewaltprävention | „Vorfallprotokoll" |
Baustein 9: Evaluation
Worum geht es?
Ein Konzept, das nie überprüft wird, wird nie besser. Baustein 9 schliesst den Kreislauf: Funktioniert unser Konzept? Wo müssen wir nachbessern? Was lief gut?
Warum ist das wichtig?
- Kontinuierliche Verbesserung statt statischer Dokumente
- Schulinspektionen fragen nach Wirksamkeitsnachweisen
- Datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl
- Jahresberichte auf Knopfdruck
Wie nutzt du das in Prilog?
Tab 9 zeigt ein KPI-Dashboard mit automatisch berechneten Kennzahlen:
| Kennzahl | Beispiel |
|---|---|
| Workflows gesamt | 12 Durchläufe in diesem Schuljahr |
| Abgeschlossen | 10 von 12 |
| Durchschnittliche Bearbeitungszeit | 22 Minuten |
| Bestätigungsrate | 100% der Checkpoints wurden fristgerecht bestätigt |
| SLA-Verletzungen | 1 Fristüberschreitung |
| Formulare ausgefüllt | 24 Gefährdungseinschätzungen |
| Baustein-Fortschritt | 78% der Bausteine mit Inhalten befüllt |
Zusätzlich siehst du:
- Aktivitäts-Zeitverlauf — Ein Liniendiagramm der letzten 30 Tage
- Workflow-Status — Kreisdiagramm (Abgeschlossen / Aktiv / Fehlgeschlagen)
- Baustein-Fortschritt — Balkendiagramm (welche Tabs sind befüllt, welche leer)
Jahresbericht
Am Schuljahresende kannst du die Evaluation als Grundlage für den Jahresbericht nutzen. Die Daten sind objektiv und nachweisbar — kein manuelles Zusammensuchen mehr.
Kontextspezifische Bezeichnungen:
| Konzept | Tab-Name |
|---|---|
| Kinderschutz | „Jahresbericht" |
| Krisenmanagement | „Auswertung" |
| Medienkonzept | „Wirksamkeitsprüfung" |
| Gewaltprävention | „Präventionsbericht" |
Das Zusammenspiel der 9 Bausteine
Die Bausteine sind nicht isoliert — sie greifen ineinander:
Haltung (1) definiert die Werte
↓
Analyse (2) identifiziert Risiken basierend auf diesen Werten
↓
Prävention (3) plant Massnahmen gegen die identifizierten Risiken
↓
Intervention (4) definiert Handlungsabläufe wenn Prävention nicht reicht
↓
Organisation (5) klärt wer in den Abläufen welche Rolle hat
↓
Qualifizierung (6) stellt sicher dass alle ihre Rolle ausfüllen können
↓
Kommunikation (7) informiert alle Beteiligten
↓
Dokumentation (8) protokolliert alles was geschieht
↓
Evaluation (9) prüft ob das Gesamtsystem funktioniert
↓
↩ zurück zu Analyse (2) — der Kreislauf beginnt von vornDieses Zusammenspiel macht aus einem statischen Dokument einen lebendigen Prozess. Und weil die Struktur bei jedem Konzept identisch ist, muss dein Team sie nur einmal lernen.
Formulare im Workflow erstellen
Formular-Nodes sammeln strukturierte Daten während eines Workflow-Durchlaufs. Du erstellst die Felder direkt im Graph-Editor.
Felder im Schema-Editor hinzufügen
- Klicke im Graph-Editor auf einen Formular-Node
- Im Inspektor rechts findest du unter „Formularfelder" den Schema-Editor
- Klicke „Feld hinzufügen"
- Konfiguriere das Feld:
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Bezeichnung | Was der User sieht (z.B. „Was ist passiert?") |
| Schlüssel | Technischer Name für Variablen (z.B. beschreibung) |
| Feldtyp | Text, Textbereich, Zahl, Datum, Auswahl, Mehrfachauswahl, Checkbox, Bewertung (Sterne), Datei-Upload, Unterschrift, Rich-Text |
| Pflichtfeld | Muss ausgefüllt werden bevor das Formular abgesendet werden kann |
| Schreibt in Variable | Optional: Der eingegebene Wert wird in diese Workflow-Variable geschrieben (z.B. schweregrad) |
Auswahlfelder konfigurieren
Bei Auswahl und Mehrfachauswahl gibst du die Optionen als Zeilen ein:
hoch|Hoch
mittel|Mittel
niedrig|NiedrigFormat: wert|Bezeichnung — der Wert wird in die Variable geschrieben, die Bezeichnung sieht der User.
Was passiert beim Ausfüllen?
Wenn ein Workflow bei einem Formular-Node wartet:
- In der Intervention-Ansicht erscheint der Run mit einem gelben Button „Formular ausfüllen"
- Klick öffnet das Formular als Overlay — gross und zentriert
- Alle konfigurierten Felder werden angezeigt
- Pflichtfelder sind mit rotem Stern markiert
- Nach dem Absenden läuft der Workflow automatisch weiter
- Die Daten werden gespeichert und stehen nachfolgenden Nodes als Variablen zur Verfügung
Automatische Berichte
Wenn ein Workflow mit aktivierter Berichtsgenerierung abgeschlossen wird, erstellt das System automatisch einen HTML-Bericht.
Bericht aktivieren
- Klicke im Graph-Editor auf den Abschluss-Node
- Setze „Bericht generieren" auf Ja
- Optional: Gib eine Berichtsvorlage an
Was enthält der Bericht?
Der automatisch generierte Bericht enthält:
- Alle Formulardaten — Jedes ausgefüllte Feld mit Bezeichnung und Wert
- Workflow-Kontext — Alle Variablen die während des Durchlaufs gesetzt wurden
- Ablauf-Protokoll — Komplette Timeline mit Zeitstempel für jeden Schritt
Berichte ansehen und drucken
Berichte findest du im Dokumentation-Tab (z.B. „Fallakten" im Kinderschutz):
- Öffne den Tab — generierte Berichte werden automatisch angezeigt
- Klicke „Ansehen" — der Bericht öffnet sich im eingebetteten Viewer
- Klicke „Drucken / PDF" — der Browser-Druckdialog öffnet sich
- Wähle „Als PDF speichern" um den Bericht als PDF-Datei zu sichern
Echtzeit-Updates
Du musst die Seite nicht manuell neu laden. Neue Berichte erscheinen automatisch sobald sie generiert werden — dank Server-Sent Events (SSE) statt Polling.
Technische IDs für Workflows
Wenn du einen Nachricht-Node konfigurierst, brauchst du die Matrix-Raum-ID des Ziel-Spaces. So findest du sie:
- Öffne den gewünschten Space im Chat
- Klicke auf das Info-Panel (i-Symbol rechts)
- Scrolle nach unten — unter „Technische IDs" findest du:
- Chat-Room (für Workflows) — diese ID für Nachrichten-Nodes verwenden
- Space-Room — die Hierarchie-Container-ID (nicht für Nachrichten)
- Space-ID — die Prilog-interne ID
- Klicke auf das Kopieren-Symbol neben der Chat-Room-ID
- Füge sie im Nachricht-Node als Ziel-ID ein
Automatische Auflösung
Falls du versehentlich die Space-Room-ID statt der Chat-Room-ID angibst, erkennt die Workflow-Engine das automatisch und leitet die Nachricht an den richtigen Chat-Room weiter.