Push-Benachrichtigung (flow.webpush)
Schickt eine Web-Push-Benachrichtigung an eine Person.
Wofür Sie diesen Baustein nutzen
Nicht jede Mitteilung muss per E-Mail erfolgen. Wenn eine Person in Prilog angemeldet ist und auf ihrem Gerät Push-Benachrichtigungen erlaubt hat, kann sie eine Nachricht direkt auf dem Bildschirm empfangen — ohne das Postfach öffnen zu müssen. Der Baustein „Push-Benachrichtigung" übernimmt genau diese Aufgabe: Er schickt im richtigen Moment des Flows eine kurze, sichtbare Meldung an eine bestimmte Person.
Das ist besonders nützlich, wenn es auf Geschwindigkeit ankommt. Wer gerade am Rechner oder am Tablet arbeitet, sieht die Benachrichtigung sofort — zum Beispiel, weil ein Antrag gerade bearbeitet wurde, ein Dokument auf Rückmeldung wartet oder eine Aufgabe neu zugewiesen wurde. Der Tipp auf die Benachrichtigung führt die Person direkt an die richtige Stelle in Prilog, wenn ein Link angegeben ist.
Dieser Baustein ist ein Aktions-Baustein: Er steht in der Mitte oder am Ende eines Flows und führt eine konkrete Handlung aus. Er eignet sich überall dort, wo eine direkte, persönliche Benachrichtigung Teil eines größeren Ablaufs sein soll — nicht als Ersatz für eine strukturierte Aufgabe oder eine Chat-Nachricht, sondern als schneller, aufmerksamkeitsstarker Impuls im richtigen Moment.
Hinweis
Push-Benachrichtigungen funktionieren nur, wenn die Empfängerin oder der Empfänger Push-Benachrichtigungen im Browser oder im installierten Web-Client von Prilog aktiviert hat. Ist das nicht der Fall, gilt der Schritt trotzdem als erfolgreich abgeschlossen — der Flow läuft weiter.
Die Einstellungen im Detail
| Feld | Pflicht | Was es bewirkt |
|---|---|---|
Empfänger (userId) | Ja | Matrix-User-ID der Person, die die Benachrichtigung erhalten soll |
Titel (title) | Nein | Kurze Überschrift der Benachrichtigung |
Text (body) | Nein | Längerer Nachrichtentext, der unterhalb des Titels erscheint |
Link (url) | Nein | Zieladresse, zu der ein Tipp auf die Benachrichtigung führt |
Empfänger
Tragen Sie hier die Matrix-User-ID der Person ein, die die Benachrichtigung erhalten soll. Eine Matrix-User-ID hat die Form @benutzername:ihre-schule.prilog.team. In den meisten Flows ist der Wert nicht fest eingetragen, sondern wird dynamisch aus dem Flow-Kontext bezogen — zum Beispiel ${data.userId}, wenn ein vorheriger Baustein oder der Auslöser die Benutzer-ID mitliefert.
Dieses Feld ist das einzige Pflichtfeld. Fehlt die Empfänger-ID oder ist sie leer, bricht der Baustein mit einem Konfigurationsfehler ab und der Flow wird angehalten.
Titel
Der Titel erscheint als Überschrift der Benachrichtigung und sollte in wenigen Worten deutlich machen, worum es geht. Er ist optional, aber empfehlenswert: Eine Benachrichtigung ohne Titel wird auf manchen Geräten weniger auffällig dargestellt.
Beispielwert: Ihr Antrag wurde bearbeitet
Text
Das Textfeld enthält die eigentliche Nachricht. Halten Sie den Text kurz und direkt — Push-Benachrichtigungen werden in einem kleinen Fenster angezeigt und sollten auf einen Blick verständlich sein. Längere Ausführungen gehören in das verlinkte Ziel, nicht in die Benachrichtigung selbst.
Beispielwert: Die Genehmigung für ${data.antrag_titel} liegt vor.
Link
Wenn Sie einen Link angeben, führt ein Tipp auf die Benachrichtigung direkt zur angegebenen Seite in Prilog. Tragen Sie hier einen relativen Pfad ein, zum Beispiel /kanban/boards/123 oder /spaces/${data.spaceId}/dokumente. Ein fehlender Link ist vollkommen in Ordnung — in diesem Fall öffnet der Tipp lediglich die Prilog-Startseite.
Variablen / Platzhalter
Alle vier Felder — Empfänger, Titel, Text und Link — unterstützen Variablen aus dem Flow-Kontext. Die Syntax lautet durchgehend:
${data.FELDNAME}
Prilog ersetzt diese Platzhalter automatisch, bevor die Benachrichtigung versendet wird. Welche Werte verfügbar sind, hängt davon ab, welche Bausteine dem Push-Schritt im Flow vorangehen.
Typische Beispiele:
${data.userId}— Matrix-User-ID der Person, an die benachrichtigt werden soll${data.antrag_titel}— Titel eines Antrags aus einem vorherigen Schritt${data.entscheidung}— Ergebnis einer Genehmigung, etwa „genehmigt" oder „abgelehnt"${data.spaceId}— ID des betreffenden Bereichs, um einen präzisen Deep-Link zu bauen
Tipp
Wenn Sie unsicher sind, welche Felder in einem bestimmten Flow verfügbar sind, schauen Sie im Flow-Log eines Test-Durchlaufs nach. Dort sehen Sie alle Werte, die der jeweilige Baustein übergeben hat.
Was dabei herauskommt
Der Baustein arbeitet nach dem Prinzip „best effort": Er versucht, die Push-Benachrichtigung an alle registrierten push-fähigen Geräte der Empfängerin oder des Empfängers zuzustellen. Das Ergebnis der Zustellung — ob sie erfolgreich war oder nicht — wird im Output des Bausteins festgehalten und ist im Flow-Log sichtbar.
Entscheidend ist: Eine fehlgeschlagene Zustellung bricht den Flow nicht ab. Wenn die Person kein push-fähiges Gerät registriert hat, wenn sie Push-Benachrichtigungen deaktiviert hat oder wenn das Gerät gerade nicht erreichbar ist, gilt der Schritt trotzdem als erledigt. Der nächste Baustein im Flow wird unmittelbar anschließend ausgeführt.
Das macht den Baustein robust für den Schul-Alltag: Selbst wenn nicht alle Personen Push-Benachrichtigungen aktiv haben, läuft der Gesamtprozess zuverlässig durch. Für wichtige Mitteilungen, bei denen Sie sicherstellen müssen, dass die Person die Nachricht auch erhält, empfiehlt sich eine Kombination aus Push-Benachrichtigung und E-Mail.
Hinweis
Der einzige echte Konfigurationsfehler, der den Flow anhält, ist eine leere Empfänger-ID. Alle anderen Zustellprobleme werden als „nicht kritisch" eingestuft und im Log protokolliert.
Wenn etwas schiefgeht
Empfänger-ID leer
Wenn das Feld „Empfänger" leer ist oder die verwendete Variable ${data.userId} im Flow-Kontext keinen Wert hat, bricht der Baustein mit einem Konfigurationsfehler ab. Der Flow wird angehalten. Prüfen Sie, ob die Variable korrekt geschrieben ist und ob der vorangehende Baustein den erwarteten Wert tatsächlich liefert. Ein Blick ins Flow-Log des letzten Durchlaufs zeigt, welche Werte tatsächlich ankamen.
Benachrichtigung kommt nicht an, obwohl kein Fehler gemeldet wird
Das ist das erwartete Verhalten, wenn die Person Push-Benachrichtigungen nicht aktiviert hat. Der Baustein meldet in diesem Fall keinen Fehler. Wenn Push-Nachrichten ein verlässlicher Kommunikationsweg sein sollen, bitten Sie die betreffenden Personen, Benachrichtigungen in Prilog zu aktivieren — in den Einstellungen unter „Darstellung" oder beim ersten Aufruf des Web-Clients im Browser.
Variablen erscheinen unaufgelöst im Text
Wenn die Empfängerin oder der Empfänger in der Benachrichtigung ${data.antrag_titel} statt des echten Titels sieht, wurde der Feldname falsch geschrieben oder das entsprechende Feld war im Flow-Kontext leer. Prüfen Sie die genaue Schreibweise des Feldnamens und den vorherigen Baustein, der den Wert liefern sollte.
Achtung
Tragen Sie niemals fest kodierte Matrix-User-IDs ein, wenn der Flow für mehrere Personen verwendet wird. Verwenden Sie immer Variablen wie ${data.userId}, damit die Benachrichtigung an die jeweils richtige Person geht.
Beispiel
Szenario: Antragstellerin nach einer Genehmigungsentscheidung informieren
Eine Schule setzt einen Genehmigungsflow ein, bei dem Lehrkräfte Anträge auf Materialbudget einreichen. Die Schulleitung erhält den Antrag, trifft eine Entscheidung und der Flow läuft weiter. Am Ende steht der Baustein „Push-Benachrichtigung" mit folgenden Einstellungen:
- Empfänger:
${data.userId}— die Matrix-User-ID der antragstellenden Person, die beim Auslösen des Flows übergeben wurde - Titel:
Ihr Antrag wurde ${data.entscheidung} - Text:
Die Schulleitung hat Ihren Antrag „${data.antrag_titel}" ${data.entscheidung}. Tippen Sie hier, um die Details einzusehen. - Link:
/flows/${data.flowInstanceId}
Sobald die Schulleitung ihre Entscheidung im Flow bestätigt, erhält die Antragstellerin unmittelbar eine Push-Benachrichtigung auf ihrem Gerät. Ein Tipp darauf öffnet die Flow-Detailseite mit dem vollständigen Verlauf und der Begründung.
Hat die Antragstellerin keine Push-Benachrichtigungen aktiviert, läuft der Flow trotzdem vollständig durch. Für diesen Fall empfiehlt sich, dem Push-Baustein einen E-Mail-Baustein nachzuschalten, der ebenfalls über das Ergebnis informiert.