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Konzept-Verankerung — Handbuch für Lehrkräfte

Dieses Handbuch richtet sich an Lehrkräfte, die in Prilog für ein Schulkonzept verantwortlich sind (zum Beispiel Medienkonzept, Schutzkonzept, Leitbild). Es erklärt den Prozess in einfachen Worten — ohne Technik-Vorwissen.

1. Worum geht es?

Schulkonzepte landen oft in der Schublade. Die Konzept-Verankerung sorgt dafür, dass ein Konzept im Schulalltag sichtbar bleibt, bearbeitet wird und beschlussfähig ist.

Die Software hilft Ihnen,

  • ein Konzept und seine Bausteine zu strukturieren,
  • Zuständigkeiten und Zielgruppen festzuhalten,
  • an Aufgaben und Überprüfungen zu erinnern,
  • ehrlich sichtbar zu machen, wie gut das Konzept verankert ist.

Wichtig: Die Software organisiert und erinnert. Sie ersetzt keine fachliche oder rechtliche Prüfung und gibt keine Garantie ab. Alle Anzeigen sind ein organisatorischer Stand, kein Testat.

2. Wo finde ich die Konzept-Verankerung?

In der linken Welten-Leiste gibt es das Symbol „Verankerung" (ein Architektur-/Zirkel-Symbol). Ein Klick öffnet den Bereich „Konzept-Verankerung". Sie sehen dort alle Konzepte Ihrer Schule als Liste; ein Klick auf ein Konzept öffnet seine Arbeitsfläche.

Falls Sie das Symbol nicht sehen: Ihre Benutzerrolle ist dafür nicht freigeschaltet — wenden Sie sich an die Schul-Administration.

3. Ein Konzept anlegen

Zum Anlegen führt Sie ein Assistent in sieben Schritten (Klick auf „+" bzw. „Konzept anlegen"):

  1. Vorlage wählen — eine kuratierte Vorlage (zum Beispiel Schutzkonzept) oder „Leeres Konzept". Aus einer Vorlage werden die passenden Praxisbausteine gleich mitangelegt.
  2. Vorschau der enthaltenen Bausteine.
  3. Name vergeben (zum Beispiel „Medienkonzept 2026").
  4. Optional eine verantwortliche Person samt Rolle.
  5. Optional eine Zielgruppe.
  6. Hinweis auf die Start-Schritte, die nach dem Anlegen für Sie vorbereitet werden.
  7. Anlegen — die Detailseite öffnet sich automatisch.

Im Hintergrund werden die nötigen Strukturen und eine jährliche Wiedervorlage automatisch erstellt. Darum müssen Sie sich nicht kümmern.

Ein Konzept können Sie später jederzeit umbenennen oder archivieren (über die Schaltflächen auf der Kachel). Archivierte Konzepte werden ausgeblendet, bis Sie „Archivierte anzeigen" aktivieren.

4. Die Übersichtskacheln lesen

Jede Kachel zeigt auf einen Blick:

  • Score — wie gut das Konzept aktuell verankert ist (oder „zu wenig Daten" / „nicht erhoben", siehe Abschnitt 6).
  • Pflichtcheck — wie viele Pflichtbausteine als erfüllt markiert sind.
  • Beschluss — ob das Konzept formal beschlossen ist.
  • Fachstellen — wie viele externe Stellen benannt sind.
  • Nächste Aufgabe — die nächste fällige, offene Aufgabe.
  • Nächste Evaluation — der nächste Überprüfungstermin.
  • Offene To-dos — wie viel insgesamt noch offen ist.

Diese Werte werden echt berechnet, nicht geschätzt. Wenn etwas nicht ermittelbar ist, steht das ehrlich dort — keine Schönfärberei.

5. Die Detailseite: Ihre Arbeitsfläche

Ein Klick auf den Konzeptnamen öffnet die Detailseite mit neun Reitern (Tabs). Alles spielt sich hier ab — Sie müssen nicht zwischen verschiedenen Bereichen springen. Ein mitlaufendes Hilfe-Feld rechts erklärt jeweils den gerade geöffneten Reiter.

Übersicht

Kurzer Gesamtstand: Score, Pflichtcheck, Beschluss, Anzahl Bausteine, Zielgruppen, Fachstellen.

Praxisbausteine

Die konkreten Maßnahmen Ihres Konzepts (Checklisten, Aufgaben, Dokumente). Mit „+ Praxisbaustein" legen Sie einen neuen an. Jeder Baustein hat drei Ebenen: Erklärung, mögliche Arbeitsschritte und konkrete Aktionen. Aus einer Aktion machen Sie den Baustein zu etwas Echtem im Schulalltag:

  • Als Aufgabe anlegen — es entsteht eine echte Aufgabe im Aufgaben-Board; ist sie erledigt, zählt das automatisch in den Score.
  • Dokument / Nachweis verknüpfen — ein Beleg aus dem DMS.
  • Pulse vorbereiten — eine kurze, anonyme Rückmelderunde.

So wird aus der Beschreibung gelebte Praxis, nicht nur ein Eintrag.

Zielgruppen

Für wen gilt das Konzept (zum Beispiel Lehrkräfte, Eltern, eine Benutzergruppe)? Hier legen Sie auch die Verantwortlichen („Paten") fest.

Evaluation / Pulse

  • Erinnerungen: zeitgesteuerte Hinweise (zum Beispiel „Jahresbelehrung fällig"). Eine Auswertung von Chat-Inhalten ist aus Datenschutzgründen bewusst nicht möglich.
  • Pulse-Evaluationen: kurze, anonyme Rückmelderunden über ein Formular. Es werden keine Einzelpersonen ausgewertet.

Score

Erklärt, wie gut das Konzept verankert ist — siehe Abschnitt 6.

Schutzkonzept

Nur sichtbar, wenn das Schutzkonzept-Modul aktiviert ist. Hier führen Sie den Pflichtcheck (siehe Abschnitt 7) und den Beschlussstatus (siehe Abschnitt 8).

Fachstellen

Externe Ansprechstellen organisatorisch benennen (zum Beispiel Beratungsstelle, Schulamt). Es findet keine Fallkommunikation mit diesen Stellen über Prilog statt — es ist nur eine Benennung.

Nachweisbericht

Ein zusammengefasster, druckfähiger Bericht (Drucken / PDF) über den gesamten Stand: Verantwortliche und Zielgruppen, Praxisbausteine, Pflichtcheck, Beschluss, Fachstellen, Evaluationen und offene Punkte. Ideal zur Vorlage in Konferenz oder Gremium. Auch hier gilt: es ist ein organisatorischer Stand, kein Rechtstestat.

Freigaben & Gates

Zeigt, welche Module aktiv und welche bewusst gesperrt sind (siehe Abschnitt 9).

6. Den Score richtig verstehen

Der Score sagt, wie gut ein Konzept verankert ist. Vier Zustände werden klar unterschieden:

  • Eine Prozentzahl — es liegen genug belegbare Daten vor.
  • „zu wenig Daten" — die Gruppe ist zu klein; aus Datenschutzgründen wird nichts angezeigt (niemals „0 %").
  • „nicht messbar" — es gibt noch kein belegbares Signal.
  • „noch nicht berechnet" — der Score wurde noch nie ermittelt (mit „Score neu berechnen" anstoßen).

Die Dimensionen:

  • Bekanntheit — wer hat das Konzept nachweislich zur Kenntnis genommen.
  • Anwendung — wie viele relevante Praxis-Aufgaben sind erledigt.
  • Beteiligung — Rücklauf der Pulse-Rückmeldungen, anonym.
  • Verständnis — „noch nicht erhoben". Das kommt erst mit einem späteren Modul. Es wird bewusst nicht geschätzt.
  • Nachhaltigkeit — „spätere Phase".

Der Score ist eine Orientierung, kein Gütesiegel.

7. Pflichtcheck und Nachweise

Im Reiter „Schutzkonzept" sehen Sie eine Liste von Pflichtbausteinen. Pro Baustein setzen Sie über einen Dialog den Status:

  • offen — noch nicht bearbeitet.
  • erfüllt — Ihre Schule hat den Baustein intern als erfüllt markiert. Das ist eine interne Markierung, kein Rechtstestat.
  • nicht zutreffend — nur mit Begründung möglich (das Feld ist Pflicht).

Zusätzlich können Sie einen Nachweis verknüpfen (zum Beispiel einen Praxisbaustein oder ein Dokument). Fehlt ein Nachweis, wird das deutlich angezeigt. Die Notiz ist nur für organisatorische Hinweise gedacht — keine personenbezogenen oder sensiblen Inhalte eintragen.

8. Beschluss und Gültigkeit

Im Reiter „Schutzkonzept" können Sie den Beschlussstatus setzen: Entwurf, beschlossen, abgelaufen oder widerrufen.

Für „beschlossen" ist eine Referenz auf das Beschlussdokument (im DMS) Pflicht. Eine elektronische Signatur (eIDAS) wird empfohlen, ist aber nicht zwingend. Läuft die Gültigkeit ab, weist die Software darauf hin.

9. Warum sind manche Module gesperrt?

Im Reiter „Freigaben & Gates" sehen Sie Module, die als „gesperrt bis Freigabe" markiert sind:

  • Personalnachweis
  • Meldekanal / Fallakte / Risikoanalyse
  • Konzept-Verstehen
  • Kollektive Verankerungs-Motivation
  • Best-Practice-Bibliothek

Diese Funktionen würden besonders sensible Daten verarbeiten (zum Beispiel im Zusammenhang mit Minderjährigen oder Verdachtsmeldungen). Sie werden bewusst erst freigeschaltet, wenn eine dokumentierte Datenschutz-Freigabe vorliegt. Das ist kein „kommt bald", sondern eine bewusste Schutzentscheidung. Zu jedem Modul ist die zugehörige Datenschutz-Analyse verlinkt.

10. Ein Schuljahr mit der Konzept-Verankerung (Beispielablauf)

  1. Schuljahresbeginn: Konzept anlegen oder reaktivieren, Verantwortliche und Zielgruppen prüfen.
  2. Bausteine pflegen: Praxisbausteine anlegen, mit konkreten Aufgaben oder Dokumenten verknüpfen.
  3. Erinnerungen setzen: zum Beispiel für Belehrungen oder die nächste Überprüfung.
  4. Pulse-Rückmeldung: einmal pro Halbjahr eine kurze, anonyme Rückmelderunde starten.
  5. Pflichtcheck führen: Bausteine als erfüllt/nicht zutreffend markieren, Nachweise verknüpfen.
  6. Beschluss aktuell halten: nach Gremienbeschluss den Status auf „beschlossen" setzen, Beleg verknüpfen.
  7. Score lesen: realistisch einordnen, wo nachgesteuert werden sollte — nicht als Note verstehen.
  8. Nachweisbericht drucken: vor einer Konferenz oder Gremiensitzung den Bericht als PDF ausgeben und vorlegen.

11. Was die Software bewusst nicht tut

  • Keine rechtliche Prüfung, kein Compliance-Testat.
  • Keine Kinderschutz- oder Sicherheitsgarantie.
  • Keine automatische Bewertung von Personen.
  • Keine Auswertung von Chat-Inhalten.
  • Keine Schüler-Profile, keine Ranglisten, keine Schulvergleiche.
  • Anonyme Rückmeldungen bleiben anonym.

Diese Grenzen sind absichtlich. Sie schützen Beteiligte und sorgen dafür, dass die Anzeigen ehrlich bleiben.

12. Häufige Fragen

Ich sehe den Reiter „Schutzkonzept" nicht. Das Schutzkonzept-Modul ist für Ihren Bereich nicht aktiviert. Die Schul-Administration kann es unter Einstellungen → Apps aktivieren.

Der Score zeigt „zu wenig Daten". Die beteiligte Gruppe ist zu klein für eine datenschutzkonforme Auswertung. Das ist korrekt so — es wird bewusst keine Zahl erfunden.

Kann ich ein Konzept löschen? Konzepte werden archiviert, nicht gelöscht — so bleibt die Nachvollziehbarkeit erhalten.

Wer darf das alles bearbeiten? Konzept-Verantwortliche und die Workspace-/Schul-Administration. Die Vergabe von Rollen erfolgt über die Administration.


Bei Fragen zur Bedienung wenden Sie sich an Ihre Schul-Administration. Dieses Handbuch beschreibt den aktuell nutzbaren Stand der Konzept-Verankerung.