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Webhook (eingehend) (flow.webhook-trigger)

Startet den Flow, wenn an einen URL-Pfad ein HTTP-POST gesendet wird.

Wofür Sie diesen Baustein nutzen

Manche Vorgänge in einer Schule werden nicht von einer Person in Prilog ausgelöst, sondern von einem anderen System — etwa einem Online-Formular auf Ihrer Schulwebsite, einem Anmeldesystem oder einer externen App. Der Webhook-Baustein ist dafür gemacht: Er öffnet eine Empfangsstelle, an die ein solches System automatisch eine Nachricht schicken kann. Sobald diese Nachricht eintrifft, startet Prilog sofort den zugehörigen Flow.

Sie müssen dafür weder programmieren noch einen Server einrichten. Sie legen lediglich einen kurzen, einprägsamen Namen für die Empfangsstelle fest — den sogenannten Pfad-Slug — und teilen diesen dem anderen System mit. Das ist alles, was nötig ist, damit die beiden Systeme miteinander sprechen können.

Dieser Baustein ist ein Start-Baustein: Er steht immer am Anfang eines Flows und leitet den Durchlauf ein. Sobald die Nachricht angekommen ist, gilt der Baustein als erledigt, und der Flow läuft mit den nächsten Schritten weiter.

Die Einstellungen im Detail

FeldPflichtWas es bewirkt
Pfad-Slug✓ JaLegt die URL-Adresse der Empfangsstelle fest
Shared-Secret✗ NeinSchützt die Empfangsstelle vor unerwünschten Zugriffen

Pfad-Slug

Der Pfad-Slug ist der eindeutige Name, unter dem Prilog auf eingehende Nachrichten wartet. Er wird Teil der vollständigen Webhook-Adresse und muss im gesamten System einmalig sein.

Erlaubt sind ausschließlich:

  • Kleinbuchstaben a bis z
  • Ziffern 0 bis 9
  • Unterstrich _
  • Bindestrich -

Großbuchstaben und alle anderen Sonderzeichen (Leerzeichen, Umlaute, Punkte usw.) werden beim Speichern automatisch entfernt oder umgewandelt. Der Slug darf höchstens 60 Zeichen lang sein.

Wählen Sie einen beschreibenden Namen, der den Zweck des Flows wiedergibt.

Beispielwert: anmeldung-formular

Shared-Secret

Das Shared-Secret ist ein frei wählbares Kennwort, das Sie sowohl in Prilog als auch im aufrufenden System (z. B. Ihrem Anmeldeformular) eintragen. Prilog prüft bei jedem eingehenden Aufruf, ob der HTTP-Header X-Webhook-Secret genau diesen Wert enthält.

Stimmt der Wert nicht überein oder fehlt der Header vollständig, wird der Aufruf still abgewiesen — der Flow startet nicht, und es erscheint kein Fehler im Flow-Log, weil die Anfrage gar nicht erst angenommen wird.

Wenn Sie das Feld leer lassen, akzeptiert Prilog jeden Aufruf an diesem Pfad, unabhängig davon, wer ihn schickt. Für interne Testszenarien kann das praktisch sein; für produktiv genutzte Formulare empfiehlt sich jedoch immer ein Secret.

Beispielwert: mein-geheimes-schulkennwort-2026

Tipp

Verwenden Sie als Secret eine lange, zufällige Zeichenfolge, die nirgendwo anders verwendet wird. Viele Formularsysteme bieten eine Option, benutzerdefinierte HTTP-Header mitzusenden — dort tragen Sie X-Webhook-Secret und den Wert ein.

Variablen / Platzhalter

Wenn das aufrufende System Daten mitschickt — zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse oder Klasse aus einem Anmeldeformular —, übergibt es diese als sogenannte JSON-Payload. Prilog liest diese Daten ein und stellt sie ab dem nächsten Schritt im Flow als Variablen zur Verfügung.

Die Syntax lautet: ${data.FELDNAME}

Schickt das Formular beispielsweise die Felder vorname, nachname und klasse mit, können Sie in einem folgenden Schritt (etwa einer Benachrichtigung oder einem Aufgaben-Baustein) direkt darauf zugreifen:

  • ${data.vorname} — enthält den Vornamen der angemeldeten Person
  • ${data.nachname} — enthält den Nachnamen
  • ${data.klasse} — enthält die Klasse

Welche Felder verfügbar sind, hängt davon ab, was das externe System tatsächlich mitschickt. Die genauen Feldnamen erhalten Sie von der Person oder dem Anbieter, der das externe Formular betreut.

Hinweis

Fehlt ein Feld in der Payload (weil das externe System es nicht mitgeschickt hat), bleibt der Platzhalter leer — der Flow läuft aber trotzdem weiter. Prüfen Sie im Zweifelsfall mit dem Schritt „Bedingung", ob ein Pflichtfeld tatsächlich vorhanden ist.

Wenn etwas schiefgeht

Der Webhook-Baustein selbst erzeugt keine Fehler im Flow-Log — er ist entweder aktiv und nimmt Anfragen an, oder er nimmt sie nicht an. Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein Flow unerwartet nicht startet:

Der Flow startet nicht, obwohl das Formular abgeschickt wurde

Prüfen Sie zuerst, ob der Pfad-Slug in beiden Systemen identisch eingetragen ist. Schon ein einzelnes Leerzeichen oder ein versehentlicher Großbuchstabe kann dazu führen, dass die Adresse nicht gefunden wird.

Der Aufruf wird abgewiesen (kein Flow-Start, kein Fehler sichtbar)

Wenn Sie ein Shared-Secret gesetzt haben: Prüfen Sie, ob das externe System den Header X-Webhook-Secret mitsendet und ob der Wert Zeichen für Zeichen übereinstimmt. Auch ein abschließendes Leerzeichen im Secret führt zur Ablehnung.

Das externe System meldet einen Fehler

Prilog erwartet ein HTTP-POST mit einem JSON-Body. Schickt das externe System eine andere Datenform (z. B. ein HTML-Formular ohne JSON-Kodierung), kann Prilog die Payload nicht auslesen. In diesem Fall müssen Sie mit dem Betreiber des Formulars klären, ob eine JSON-Übertragung eingestellt werden kann.

Achtung

Teilen Sie den Pfad-Slug und besonders das Shared-Secret nie öffentlich — etwa in einer E-Mail, die weitergeleitet werden könnte. Wer beides kennt, kann den Flow beliebig auslösen.

Beispiel

Szenario: Nachmittagsbetreuung — Anmeldung über das Schulformular

Eine Grundschule betreibt auf ihrer Website ein einfaches Anmeldeformular für die Nachmittagsbetreuung. Das Formular übergibt beim Abschicken drei Felder an Prilog: kind_name, klasse und email_eltern.

Einstellungen im Webhook-Baustein:

  • Pfad-Slug: nachmittag-anmeldung
  • Shared-Secret: schule-betreuung-2026

Der nächste Schritt im Flow ist eine automatische Benachrichtigung an die Betreuungsleitung mit dem Text:

Neue Anmeldung: ${data.kind_name} (Klasse ${data.klasse}). Kontakt: ${data.email_eltern}

Sobald eine Familie das Formular abschickt, startet der Flow innerhalb von Sekunden und informiert die Betreuungsleitung — ganz ohne manuellen Aufwand.

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