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Warten (flow.delay)

Pausiert den Flow für eine festgelegte Zeit.

Wofür Sie diesen Baustein nutzen

In vielen schulischen Abläufen genügt es nicht, Schritte unmittelbar hintereinander auszuführen. Manchmal soll eine Erinnerungsmail erst einen Tag nach dem ursprünglichen Hinweis versendet werden. Manchmal soll eine Aufgabe erst dann zugeteilt werden, wenn eine kurze Bearbeitungszeit vergangen ist, in der der erste Bearbeiter noch reagieren könnte. Oder ein automatisch erstelltes Dokument soll erst nach einigen Stunden zur Prüfung freigegeben werden, damit zwischenzeitliche Änderungen noch einfließen können.

Genau für diese Fälle gibt es den Baustein Warten. Er hält den laufenden Durchlauf eines Flows an, wartet die eingestellte Zeitspanne ab und lässt den Flow dann automatisch weiterlaufen — ohne dass eine Person eingreifen müsste. Der Baustein ist eine Aktion: Er steht mitten im Flow und kann an beliebiger Stelle zwischen anderen Schritten eingebaut werden.

Der Baustein erscheint in der Farbe Bernstein und ist damit auf den ersten Blick von Start- und Bedingungsbausteinen unterscheidbar.

Tipp

Eine Wartezeit lässt sich auch direkt an einer Verbindung zwischen zwei Bausteinen einstellen: Einfach die Verbindungslinie anklicken und im Eigenschaften-Panel die Option "Verzögerung" auswählen. Der Baustein Warten ist die eigenständige Variante und eignet sich besonders dann, wenn die Pause im Diagramm klar sichtbar sein soll oder wenn Sie an dieser Stelle weitere Einstellungen dokumentieren möchten.

Die Einstellungen im Detail

Der Baustein Warten hat genau ein Eingabefeld.

FeldPflichtStandardwertBeschreibung
Wartezeit (Millisekunden)Ja0Dauer der Pause in Millisekunden, ganzzahlig, Schrittweite 1.000

Wartezeit (Millisekunden)

Die Wartezeit wird in Millisekunden angegeben. Das ist die kleinste Zeiteinheit, mit der Prilog intern rechnet, und ermöglicht sehr präzise Abstimmungen — zum Beispiel genau 90 Sekunden oder genau eine halbe Stunde. Der Mindestwert ist 0 (kein Warten); negative Werte sind nicht erlaubt.

Da die meisten schulischen Abläufe in Minuten, Stunden oder Tagen gedacht werden, hilft die folgende Umrechnungstabelle:

ZeitspanneMillisekunden
1 Sekunde1.000
30 Sekunden30.000
1 Minute60.000
5 Minuten300.000
15 Minuten900.000
30 Minuten1.800.000
1 Stunde3.600.000
2 Stunden7.200.000
6 Stunden21.600.000
12 Stunden43.200.000
1 Tag86.400.000
2 Tage172.800.000
1 Woche604.800.000

Geben Sie den Wert direkt als Zahl ein. Das Feld akzeptiert keine Einheiten wie "min" oder "h" — ausschließlich die reine Zahl in Millisekunden.

Hinweis

Der Timer beginnt in dem Moment zu laufen, in dem der Flow-Durchlauf diesen Baustein erreicht — nicht beim Start des gesamten Flows. Wenn also drei Schritte vor diesem Baustein bereits einige Sekunden benötigen, wird die Wartezeit ab dem Ende des dritten Schritts gezählt.

Wenn etwas schiefgeht

Der Flow läuft nach der Pause nicht weiter

Prüfen Sie zunächst, ob der Flow in der Zwischenzeit manuell gestoppt oder archiviert wurde. Ein Durchlauf, der sich in der Wartephase befindet, ist in der Durchlaufliste mit dem Status "Wartend" gekennzeichnet. Wird der Flow selbst deaktiviert, während ein Durchlauf pausiert, wird der Durchlauf nicht fortgesetzt.

Die Wartezeit scheint kürzer oder länger als erwartet

Stellen Sie sicher, dass der eingegebene Wert tatsächlich die gewünschte Zeitspanne in Millisekunden ergibt. Ein häufiger Fehler ist, statt Millisekunden versehentlich Sekunden einzutragen — 60 statt 60.000 bedeutet, dass der Baustein nur 0,06 Sekunden wartet und der Flow nahezu sofort weiterläuft.

Der Wert 0 wurde eingetragen

Ein Wert von 0 ist technisch gültig. Der Baustein fügt dann keine Pause ein, der Flow läuft unmittelbar weiter. Ob das gewollt ist, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab — in der Regel empfiehlt sich in diesem Fall, den Baustein ganz zu entfernen.

Achtung

Sehr lange Wartezeiten — etwa mehrere Wochen — sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sichergestellt ist, dass der zugehörige Flow und die Prilog-Instanz über diesen Zeitraum aktiv bleiben. Wird ein Tenant in dieser Zeit migriert oder der Flow archiviert, werden offene Durchläufe nicht automatisch fortgesetzt.

Beispiel

Szenario: Zweistufige Erinnerung vor einem Elternabend

Eine Schule möchte Eltern zweimal an einen bevorstehenden Elternabend erinnern: eine Woche vorher und nochmals einen Tag vorher. Der Flow wird einmalig manuell gestartet und enthält folgende Schritte:

  1. Benachrichtigung versenden: "Elternabend in einer Woche"
  2. Warten — Wartezeit: 518.400.000 (6 Tage)
  3. Benachrichtigung versenden: "Elternabend morgen — bitte denken Sie daran"
  4. Warten — Wartezeit: 82.800.000 (23 Stunden)
  5. Benachrichtigung versenden: "Der Elternabend beginnt heute Abend um 19:00 Uhr"

Durch den Einsatz von zwei Warten-Bausteinen hintereinander deckt ein einziger Flow-Durchlauf die gesamte Kommunikation ab. Die Schulleiterin muss nach dem Start nichts weiter unternehmen.

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