Skip to content

Klassen-Bauplan

Eine Schule mit zweitausend Schülern kann ihre Chaträume nicht von Hand pflegen. Jede Klasse hat vier Räume, jedes Kind wechselt einmal im Jahr die Klasse, jedes Jahr kommen welche dazu und gehen welche — wer das mit der Hand nachzieht, hat nach zwei Jahren eine Struktur, der niemand mehr traut.

Deshalb ist ein Klassenraum in Prilog keine eigene Wahrheit, sondern eine Projektion. Er nennt seine Quelle, und Prilog macht ihn dieser Quelle gleich.

Der Satz, auf dem alles steht

Ein Schülerraum existiert genau dann, wenn seine Klasse existiert — mit den Schülern dieser Klasse. Beides gilt in beide Richtungen: Keine Klasse ohne ihre Räume, kein Klassenraum ohne Klasse.

Die vier Quellen

Jede beantwortet genau eine Frage und hat genau eine Wahrheit:

QuelleFrageWahrheit
KollegiumWer unterrichtet die Klasse?Stundenplan + Epochen (abgeleitet)
BetreuerWer ist verantwortlich?Klassenbetreuer-Matrix (von Hand)
SchülerWer lernt hier?Einschreibungen
ElternWer sorgt für sie?Sorgeberechtigte der Eingeschriebenen

Dass „Betreuer" von Hand kommt, ist kein Mangel: Eine übernommene Aufgabe ist keine ableitbare Eigenschaft.

Der Bauplan

Einstellungen → Stammdaten → Klassen-Bauplan. Er sagt, welche Räume eine Klasse hat und welche Quellen hineinfließen. Die Vorgabe:

RaumQuellenRegime
Klasse (Container)Kollegiumnachtragend
· KlassenbetreuerBetreuerstreng
· SchülerSchüler + Betreuerstreng
· ElternEltern + Betreuerstreng

Die Betreuer stehen in drei Räumen, und das ist Absicht: Sie sind die Brücke. Im eigenen Raum stimmen sie sich ab, im Elternraum sind sie die Ansprechpartner, im Schülerraum die verantwortlichen Erwachsenen. Das Kollegium bleibt im Container — wer unterrichtet, sieht die Klasse, aber der Schülerraum bleibt überschaubar.

Eine Schule, die es anders braucht — keinen Elternraum, ein getrenntes Kollegium, einen Jahrgangsraum —, ändert den Bauplan. Es ist eine Angabe, kein Programm.

Streng oder nachtragend

Das ist die wichtigste Zeile in der Tabelle.

Streng heißt: Der Raum ist die Quelle. Wer nicht hineingehört, wird nachts entfernt. Das ist nur zulässig, wo die Quelle vollständig gepflegt wird — bei den Schülern ist sie das.

Nachtragend heißt: Fehlende werden ergänzt, Überzählige bleiben und werden gemeldet. Das ist der ehrliche Zustand, solange eine Quelle Lücken hat. Der Container steht auf nachtragend, weil der Stundenplan noch nicht überall gepflegt ist: Streng hieße dort, Kollegen aus ihrem Klassenraum zu werfen, weil eine Tabelle unvollständig ist.

Im Zweifel wird nicht entfernt

Ein Raum ohne ausdrückliches Regime gilt als nachtragend. Die sichere Richtung ist immer die, die niemandem etwas wegnimmt.

Drei Sicherungen

Schüler sind in Prilog eine besondere Gruppe: Wer aus seinem Klassenraum fliegt, verliert den Zugang zu allem, was dort steht. Deshalb hat das Entfernen drei Bremsen.

1. „Immer dabei". Eine benannte Liste im Bauplan. Wer die Schule verwaltet, ist absichtlich in jedem Raum, und keine Ableitung wird das je herleiten — ohne diese Liste stünde die Person jede Nacht wieder draußen.

2. Schüler ohne Einschreibung werden geschont. Ist ein Kind nirgends eingeschrieben, ist das eine Lücke in den Daten und kein Eindringling. Es bleibt, wo es ist, und erscheint im Bericht.

3. Obergrenze 25 je Lauf. Am 1. September 2026 entstanden in einer halben Stunde 2442 Mitgliedschaften, ohne dass jemand sie ausgelöst hatte. Ein weglaufender Lauf, der entfernt, wäre ungleich schlimmer. Über der Grenze hält der Abgleich an und meldet, statt weiterzumachen.

Jede Entfernung wird protokolliert, mit Raum und Person.

Der nächtliche Lauf

Um 04:15, in dieser Reihenfolge:

  1. Fehlende Räume anlegen — zu jeder Klasse jeden Raum, den der Bauplan nennt. (Ein Raum, den es nicht gibt, kann niemanden aufnehmen.)
  2. Räume ohne Klasse stilllegen — nicht löschen. Ein Raum hat Inhalt.
  3. Mitglieder nachtragen und in strengen Räumen entfernen, was nicht hineingehört.

Dasselbe jederzeit von Hand: die drei Knöpfe im Abschnitt Abgleichneu prüfen, fehlende Räume anlegen, fehlende nachtragen.

„Passt das zusammen?"

Der dritte Abschnitt derselben Seite prüft nicht die Räume, sondern die Menschen. Der Maßstab kommt aus Klassenstufe und Schuljahr, nicht aus dem Bestand: Ein Kind in der 9. wird im Schuljahr 2026/27 fünfzehn, ist also 2011 oder 2012 geboren — zwei Jahrgänge, weil eine Klasse den Stichtag immer überspannt.

BefundBedeutung
In mehr als einer Klasse eingeschriebenImmer ein Fehler. Ein Kind sitzt in einer Klasse. (Gruppen wie HKU zählen nicht mit.)
Im Schülerraum, aber nicht eingeschriebenFällt durch jedes Netz, das auf der Einschreibung aufbaut.
Jahrgang passt nicht zur StufeKann stimmen — Wiederholer, Quereinsteiger, vorzeitige Einschulung. Eine Frage, kein Vorwurf.
Kein GeburtsdatumDort hat die Prüfung nichts zu greifen.
Stufe nicht lesbarIm Klassennamen steht keine Zahl — dann gibt es keinen Maßstab.

Diese Seite verbietet nichts

Wiederholer und Quereinsteiger sind an einer Waldorfschule normal. Ein hartes Verbot triebe die Leute in den Umweg — Kind ohne Geburtsdatum anlegen, in die falsche Klasse setzen, später „korrigieren" — und die Wahrheit wäre hinterher schlechter als vorher.

Umbenennen ist frei

Jeder Raum trägt einen stabilen Schlüssel (Abi_2031_b_minor). Prilog erkennt Räume daran, nicht am Anzeigenamen. Sie dürfen also heißen, wie die Schule will — „9b Klassenkollegium", „Eltern der 9b", „Betreuer 9b".

Klassenübergreifende Gruppen

HKU, Orchester, Jahrgangsteilungen sind eigene Spaces mit eigener Einschreibung — nicht Kanäle in einem Klassenraum. Das ist wichtig, weil damit „wer ist in Schmieden" eine Tatsache bleibt, die Stundenplan und Solver lesen können. Siehe Gruppen.

Sie werden unter Einstellungen → Stammdaten → Gruppen (klassenübergreifend) gepflegt. Die Regel „jeder Schüler in genau einer Gruppe der Teilung" wird dabei bewacht.

Zwei Arten, zwei Regeln

Teilung (z. B. HKU 11)Ensemble (z. B. Orchester)
Wer darf hineinnur Schüler der Klassen, aus denen die Teilung gebildet wurdejeder, quer durch die Schule
Mehrfach-Mitgliedschaftnein — genau eine Gruppe der Teilungja

Bei einer Teilung stehen deshalb nur die eigenen Klassen zur Wahl. Legen Sie eine HKU der 11. Klasse an, bietet das Auswahlfeld 11a und 11b an — nicht die 7a, und die Personensuche findet dort auch keine Siebtklässler. Was nicht hineindarf, wird gar nicht erst angeboten.

Sollte doch jemand von außerhalb versucht werden, sagt Prilog, wer es ist:

Nicht in den Klassen dieser Gruppe eingeschrieben: Mirella Alvarez. Wer hier hinein soll, muss erst in eine der Pool-Klassen eingeschrieben werden.

Der Weg dahin ist also nicht, die Gruppe zu öffnen, sondern die Einschreibung zu korrigieren — die Klasse ist die Wahrheit, die Gruppe folgt ihr.

Die Prüfung sitzt im Server, nicht in der Ansicht

Bis September 2026 stand diese Grenze nur im Browser: Die Oberfläche warf Nichtpassende still weg und meldete eine Zahl. Wer die Schnittstelle anders erreichte, konnte einen Fünftklässler in eine 11er-Gruppe setzen. Jetzt prüft der Server selbst — egal, über welchen Weg jemand kommt.

Die Gliederung: Klassenstufe → Klasse → Räume

Jede Klasse hängt unter ihrer Klassenstufe. Die Stufen stehen ganz oben:

Klassenstufe 9
   9a
      9a · Schüler · 9a · Eltern · 9a · Intern
   9b
Klassenstufe 11
   11a · 11b
   HKU 11 · Schmieden   (und die übrigen Lerngruppen der Stufe)

Das legt niemand von Hand. Die Stufe steht im Klassennamen — „11a" gehört zur 11 —, und Prilog liest sie dort. Deshalb kann die nächtliche Prüfung die Gliederung geradehalten, so wie sie schon die Klassenräume geradehält.

Drei Folgen im Alltag:

  • Der Rollover erledigt sich selbst. Sie benennen die 9b in 10b um; in der Nacht wandert sie in die Klassenstufe 10. Niemand verschiebt etwas.
  • Eine Stufe mit nur einer Klasse ist normal. „Klassenstufe 5" mit nur der 5a darin ist kein Fehler, sondern ein Platz, den die nächste 5b füllt.
  • Lerngruppen folgen ihrer Stufe. Die HKU-Gruppen der 11 stehen bei der 11. Eine Gruppe, die über Stufen hinweg gebildet wird, wird nicht angetastet.

Umbenennen bleibt gefahrlos

Jede Stufe trägt einen festen Schlüssel (stufe_11), an dem Prilog sie erkennt. Sie dürfen „Klassenstufe 11" nennen, wie Sie wollen — „Oberstufe 11", „Jahrgang 11" —, es geht nichts verloren.

Die Struktur liegt fest

Klassen sind kein Ordner, den jeder umräumen darf. Zwei Regeln gelten hart:

Ein Klassenraum bleibt bei seiner Klasse„9b · Schüler" lässt sich nicht woandershin ziehen.
Eine Klasse kommt nicht unter eine KlasseKlassen stehen nebeneinander.
Eine Klasse bleibt bei ihrer StufeDie Gliederung ergibt sich aus dem Namen, nicht aus dem Ziehen.
Eine Klassenstufe bleibt ganz obenStufen werden nicht ineinander gehängt.

Das ist keine Ordnungsliebe. Der Schutz für Minderjährige erkennt einen Klassenraum daran, dass eine Klasse über ihm steht — er läuft die Kette nach oben. Hängt der Raum woanders, ist er für diesen Schutz kein Klassenraum mehr, und die Prüfung greift still nicht mehr. Auch der Bauplan findet ihn dann nicht wieder.

Erlaubt bleibt, was der Schule gehört: Klassen zwischen neutralen Behältern bewegen — „Klassen", „11", „Oberstufe". Nur das Innere einer Klasse gehört ihr selbst.

Alle sehen denselben Baum

Bis September 2026 sah die Klassengliederung für zwei Personen verschieden aus. Der Grund: Man bekam nur Räume angezeigt, in denen man Mitglied ist — und ein Behälter wie „11" über 11a und 11b hat gar keine Mitglieder. Wer nicht darin war, bei dem fehlte die Ebene, und 11a und 11b standen plötzlich ganz oben statt unter „Klassen".

Jetzt werden solche Gliederungs-Ebenen mitgeliefert. Sie erscheinen an ihrer Stelle im Baum, aber gedämpft und ohne Pfeil zum Betreten:

11 — Gliederung, du bist hier nicht Mitglied

Man sieht sie, man klappt sie auf und zu, man kommt nicht hinein. Kein Chat, keine Dateien. Ein Ordner, den man sieht und nicht öffnet.

Mitgeliefert wird dabei nur, was über einem Raum steht, den man ohnehin sieht — keine Nachbarräume, keine fremden Äste. Wer die 11a sieht, erfährt, dass sie in „11" steckt. Mehr nicht.

Der Admin bestimmt die Gliederung

Bei Klassen gibt die Verwaltung die Struktur vor, und sie gilt für alle gleich — unabhängig davon, in welcher Gruppe jemand ist. Persönliches Anordnen der Reihenfolge innerhalb einer Ebene bleibt möglich (alphabetisch, zuletzt aktiv oder eigene Reihenfolge); die Verschachtelung ändert das nicht.

Wer sonst noch in einen Raum kommt

Klassenräume gehören dem Bauplan allein. Kein anderer Weg schiebt Leute hinein:

  • Wird ein neuer Space angelegt, kommen die Mitarbeiter in diesen Raum — nicht in alle.
  • Wird eine Einladung eingelöst, kommt ein neuer Mitarbeiter in die offenen Räume des Hauses, aber nicht in Klassenräume und nicht in die · Schüler-, · Eltern- oder · Klassenbetreuer-Räume darunter. Wer dort hingehört, sagt der Bauplan.
  • Gäste, Eltern und Schüler kommen ausschließlich in Räume, die ausdrücklich genannt werden.

Warum das ausdrücklich dasteht

Am 1. September 2026 hat ein einziges „Space anlegen" 40 Mitarbeiter in 65 Räume aufgenommen — 2442 Mitgliedschaften in 27 Minuten, quer durch alle Klassen. Ursache war ein Aufruf, bei dem eine allgemeine Angabe eine ausdrückliche Raumnennung überstimmt hat. Behoben, mit Tests abgesichert; der Vorgang ist in der Umsetzungsdoku festgehalten.