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Epochen ​

Teil II · Kapitel 7. Unterricht, der nicht jede Woche gleich läuft: der Hauptunterricht in Epochen, Handwerk in Dritteln, Kurse über einige Wochen.

Warum es Epochen gibt ​

Der Wochenplan verteilt jedes Fach gleichmässig über das Jahr: zwei Stunden Geschichte, jede Woche, vierzig Wochen lang. Das hat einen Preis. Zwischen zwei Geschichtsstunden liegt eine Woche voller anderer Fächer, und jedes Mal beginnt man ein Stück von vorn.

Epochen drehen das um. Drei oder vier Wochen lang gehört der Morgen ganz einem Fach — jeden Tag die ersten beiden Stunden Geschichte, dann wieder einige Wochen gar nicht. Man taucht ein, statt immer nur anzutippen. Waldorfschulen arbeiten so seit jeher im Hauptunterricht; viele andere Schulen kennen dasselbe als Projektwochen oder Blockunterricht.

Steht das nicht im Widerspruch zu Grundsatz 4, „Lernen braucht Wiederholung mit Abstand“? Nein — beides hat seinen Ort. Wo geübt wird, bis es sitzt (Rechnen, Sprachen), hilft die Wiederholung über die Woche. Wo man in einen Zusammenhang eintauchen will (Geschichte, Naturkunde, ein Werkstück), trägt die Epoche. Viele Schulen verbinden beides: Epochen für die Inhalte, Übstunden im Wochenplan.

Für den Plan heisst das: Es gibt zwei Schichten. Der Wochenplan ist jede Woche gleich. Die Epochen liegen in bestimmten Wochen darüber und verdrängen in ihren Stunden, was der Wochenplan dort vorsieht. Deshalb plant sie nicht der Planer, sondern ein eigenes Werkzeug, das in Wochen denkt.

Hauptunterricht: Wochenfach und Epoche zugleich

An Waldorfschulen steht der Hauptunterricht in der Stundentafel als Wochenfach — etwa 10 Stunden, jeden Morgen die ersten beiden. Diesen festen Platz plant der Planer. Was im Hauptunterricht gerade dran ist — Geschichte, Geografie, Rechnen —, wechselt in Epochen und wird hier geplant. Die Epochen-Fächer selbst zählen deshalb nicht als Wochenstunden.

Wo Du sie planst ​

Der Epochenplaner und die Epochen-Welten sind Reiter in der Welt Stundenplan. Was Du dort einträgst, erscheint im Kalender der Klasse — in den Wochen der Epoche, ohne Ferien und freie Tage.

Drei Wörter ​

WortWas es heisst
EpocheEin Zeitraum von einigen Wochen (etwa KW 37–40), schulweit gleich für alle Klassen.
BelegungWelches Fach eine Klasse in dieser Epoche hat, mit welcher Lehrkraft.
WeltEine eigene Epochen-Ebene mit eigenen Epochen und eigener Stundenlage — etwa „Hauptunterricht“, „HKU“ (Handwerk in Dritteln) oder „Gartenbau“.

Der Epochenplaner (Hauptunterricht) ​

Epochenplaner: Wochen als Zeilen, die Epochen-Spalte, je Klasse eine Spalte

Der Plan ist eine Tabelle: Zeilen sind die Schulwochen (KW mit Datum), unterbrochen von hellen Ferienbändern. Die Spalte Epochen zeigt die Epochen als Balken, rechts davon je Klasse eine Spalte. Oben wählst Du das Schuljahr.

Eine Epoche anlegen:

  1. In der Spalte Epochen die Woche anklicken, in der die Epoche beginnt. Es entsteht ein Balken.
  2. Die obere oder untere Kante des Balkens ziehen, bis er so viele Wochen lang ist wie die Epoche.

Eine Epoche belegen:

  1. In der Spalte der Klasse auf + in Höhe der Epoche klicken.
  2. Fach wählen (aus den Epochen-Fächern) und, wenn Du willst, die Lehrkraft.
  3. Die Stunden kommen aus dem HU-Standard (siehe Einstellungen). Braucht diese Klasse in dieser Epoche andere Stunden: Abweichend belegen.

Löschen: Der Knopf am Balken wird zu „Wirklich löschen?“; ein zweiter Klick löscht die Epoche. Die festen Stunden, die sie verdrängt hat, erscheinen dann wieder.

Drucken: Beim Drucken wählst Du Klassen und Format (hochkant oder quer).

Einstellungen ​

Einstellungen des Epochenplaners: Hauptunterricht-Fenster und Epochen-Fächer

  • Hauptunterricht-Fenster — in welchen Stunden der Hauptunterricht liegt, als Raster Montag bis Freitag (im Bild: 1. und 2. Stunde an allen Tagen). HU-Fenster speichern übernimmt es für alle Epochen; Belegungen, die nicht abweichend belegt sind, ziehen automatisch nach.
  • Epochen-Fächer — die Fächer, die in Epochen vorkommen, schulweit für alle Klassen. Standardfächer anlegen legt eine Grundliste an (Geschichte, Deutsch, …).

Die Epochen-Welten (HKU, Gartenbau …) ​

Epochen-Welten: Auswahl der Welt, neue Welt mit Stufen und Teilung

Eine Welt ist eine eigene Epochen-Ebene neben dem Hauptunterricht — mit eigenen Epochen und eigener Stundenlage. Wer den Hauptunterricht verschiebt, verschiebt die anderen Welten nicht mit.

Eine Welt anlegen: oben Neue Welt, dann

  • einen Namen (etwa „Gartenbau“),
  • die Klassenstufen, für die sie gilt (etwa 11,12,13; leer = alle),
  • die Teilung, aus der die Gruppen kommen (etwa „Drittel“; leer = ganze Klasse).

Mit Teilung hat jede Klasse in jeder Epoche eine Zeile je Gruppe (etwa A, B, C). Je Gruppe wählst Du die Teilrichtung (das Fach) und die Lehrkraft — so rotieren die Gruppen über das Jahr durch die Werkstätten. Hat eine Klasse die Teilung noch nicht, sagt Dir die Seite das; unter Gruppen ordnest Du die Kinder zu.

Die Fächer einer Welt (etwa die HKU-Teilrichtungen) legst Du in der Fächer-Matrix an (Typ „HKU-Epoche“).

Gut zu wissen ​

  • Ferien und freie Tage kommen aus dem Schulkalender; der Epochenplaner zeigt sie als Bänder und legt dort keinen Unterricht hin.
  • Epochen in der Stundentafel: Sie laufen in Zeitfenstern und zählen dort nicht als Wochenstunden; die Stundentafel nennt sie in einer Zeile für sich.
  • Auto-Plan: Er plant Epochen nicht und nimmt sie beim „Vom gültigen Stundenplan aus rechnen“ nicht mit.
  • Wer darf Epochen planen? Solange niemand die Rolle „Stundenplanung“ hat, die Termin-Steuergruppe; danach nur die Planenden (Wer darf planen?).

Weiter: Stundentafel und Teilungen — Teil III beginnt