Lehrkräfte
Teil III · Kapitel 10. Ein Stundenplan verteilt die Arbeit von Menschen. Dieses Kapitel erklärt, was Prilog über jede Lehrkraft wissen muss, was davon ein Muss ist und was ein Wunsch — und wie eine fehlende Lehrkraft sichtbar wird, statt still zu verschwinden.
Alles hier findest Du im Planer unter Stammdaten → Lehrer-Profile → Person. Die Lehrkräfte selbst kommen aus der Benutzerverwaltung; wer die Rolle „Lehrer“ hat, steht hier.
| Was | Muss oder Wunsch | Wofür |
|---|---|---|
| Befähigung | Muss | Wer welches Fach in welcher Stufe gibt |
| Deputat | Muss | Wie viele Stunden höchstens |
| Verfügbarkeit | Muss | Wann jemand nicht kann |
| Wünsche | Muss oder Wunsch | Freie Tage, Einsatzzeiten, Wochenbild, Lieblingsstufen |
Befähigung: wer was unterrichten darf
Fach-Qualifikationen — je Fach die Stufen und der Stand: voll qualifiziert, teilweise, in Ausbildung. Der Auto-Plan setzt eine Lehrkraft nur in Fächer und Stufen, für die sie befähigt ist.
Ohne Eintrag ist alles erlaubt
Wer gar keine Befähigung eingetragen hat, darf für den Auto-Plan alles unterrichten. Das ist bequem für den Anfang, macht den Plan aber beliebig — Herr Okafor landet dann auch in Französisch. Trag für jede Lehrkraft ein, was sie gibt.
Eine Lehrkraft wählen: nach Befähigung
Wo Du einer Klasse für ein Fach eine Lehrkraft gibst — Klassenfächer, Voraus-Zuweisung, eine Stunde im Planer —, ist die Liste nach der Befähigung geordnet. Bei Französisch in der 7a:
- Unterrichtet Französisch in Stufe 7 — zuerst, mit „6 h frei“ aus dem Deputat.
- Französisch in anderen Stufen — wer es etwa nur in der Oberstufe gibt. Wählst Du so jemanden, kommt Stufe 7 zur Befähigung dazu.
- Ohne eingetragene Befähigung — für sie ist nichts eingetragen.
- Weitere Lehrkräfte — wählst Du hier jemanden, wird er als teilweise befähigt für Französisch, Stufe 7 eingetragen.
- Neue Lehrkraft nötig — N.N. Französisch (siehe unten).
Was Du hier wählst, sieht auch der Auto-Plan. Die Befähigung bleibt so die eine Wahrheit. Wer schon über dem Deputat liegt, steht mit „h über Deputat“ in der Liste.
Bei der Fachwahl einer Gruppe stehen zuerst die Fächer, die in dieser Stufe jemand geben darf; darunter „Niemand befähigt — braucht eine neue Lehrkraft“.
Deputat: wie viel höchstens
Deputat — Wochenstunden, Beschäftigungsgrad %, Ermässigung (h) und ab wann es gilt (für Wechsel zum Halbjahr).
Der Auto-Plan gibt einer Lehrkraft nie mehr als Wochenstunden − Ermässigung. Reicht das Deputat aller Befähigten nicht für ein Fach, nennt das Protokoll des Laufs den Grund: „Fach Mathe: 20 h Bedarf, qualifizierte Lehrer mit Cap-Summe 10 h …“
Datenschutz
Deputate sind Beschäftigtendaten. Der Bereich ist gesperrt, bis die Schule ihn unter Einstellungen → Datenschutz (DSB-Konsole), Karte „Stundenplan Bereich B“, freigibt. Ohne Deputate rechnet der Auto-Plan trotzdem — nur ohne diese Obergrenze.
Verfügbarkeit: wann jemand nicht kann
Verfügbarkeitsmatrix — ein Raster Montag bis Freitag × Stunden. Ein Klick sperrt eine Stunde oder gibt sie frei; unter jeder Spalte sperrst Du einen ganzen Tag. Speichern erscheint nach der ersten Änderung.
Beispiele: Teilzeit mit freiem Montag und Freitag · Lehrkraft einer Nachbarschule, nur dienstags und donnerstags · erst ab der 2. Stunde, weil die eigenen Kinder in die Kita müssen.
Eine Sperre ist ein Muss
Der Auto-Plan setzt eine Lehrkraft nie in eine gesperrte Stunde, auch wenn es eng wird. Wird es dadurch unlösbar, nennt das Protokoll den Grund: „Lehrer X: Cap 24 h/Woche, aber nur 20 Slots nach Sperren verfügbar.“ Dann Sperren und Deputat miteinander abgleichen.
Trag Sperren ehrlich und vollständig ein. Eine Sperre, die nur im Kopf existiert, kommt als wöchentliche Vertretung zurück (Herr Okafor).
Wünsche: was jemand gern hätte
Unter Präferenzen stehen die Wünsche einer Lehrkraft — als Sätze, die jede Schule kennt:
| Wunsch | Beispiel |
|---|---|
| Freie Wochentage | „Freitags frei“ |
| Einsatzzeiten | „Montag erst ab 9:40“, „Dienstag nur bis 12:00“ |
| Höchstens … Stunden pro Tag | „höchstens 5 Stunden am Tag“ |
| Unterricht an höchstens … Tagen | „an höchstens 4 Tagen“ |
| Höchstens … Hohlstunden pro Tag | „höchstens 1 Hohlstunde“ |
| Wunsch-Altersstufen, Wunsch-Raum | „am liebsten Unterstufe“, „in Raum 204“ |
Jeder Wunsch ist entweder ein Muss (Häkchen: der Plan verletzt ihn nie, wie eine Sperrzeit) oder ein Wunsch mit einem Gewicht von leicht bis sehr wichtig. Der Auto-Plan erfüllt Wünsche, so gut es geht, und weicht beim leichtesten zuerst aus.
Vorrang beim Planen — darunter, für die ganze Schule: Was geht vor, wenn nicht beides geht? Deputat zuerst heisst: jede Lehrkraft bekommt ihre Stunden, dafür fällt eher ein freier Tag weg. Wünsche zuerst heisst: freie Tage und Zeiten werden gehalten, dafür fehlen manchen Stunden zum Deputat. Dazwischen eher Deputat, ausgewogen, eher Wünsche.
Einen Grund fragt Prilog nie und speichert ihn nicht. Wünsche sind organisatorisch, keine vertraglichen Vereinbarungen.
Das Wochenbild
Am einfachsten sagt eine Lehrkraft ihre Wünsche mit einem Bild: der Woche in vier Farben — gern, egal, lieber nicht, geht nicht. Farbe wählen, über die Stunden streichen, fertig.
- Jede Lehrkraft malt selbst: im Reiter Mitarbeiter bei sich, Kasten Mein Wochenbild → Woche ausmalen → An die Planung schicken. Es gilt erst, wenn die Planung es übernimmt; bis dahin steht dort „Dein Vorschlag vom … wartet auf die Planung.“
- Mit einem Zeitplan geht das nur im Wunschfenster.
- Aus dem Bild wird: geht nicht → Sperrzeit (Muss), gern und lieber nicht → Wünsche. Daneben steht es in Sätzen: „Geht nicht (Sperrzeit): Freitag ganztags · Lieber nicht: Montag 1.–2.“

Wünsche prüfen
Ob ein Plan die Wünsche hält, zeigt Wünsche prüfen: im Reiter Mitarbeiter (gegen den gültigen Plan) und im Planer in der Ansicht einer Lehrkraft (gegen die Variante). Im Raster werden Stunden markiert — rot gegen ein Muss, gelb gegen einen Wunsch —, darunter steht die Liste: „Dienstag 3.: gegen das Wochenbild“, „2 Hohlstunden statt höchstens 1“. Die Person selbst und die Planung sehen das; sonst niemand.
Die Deputats-Landkarten
Unter Stammdaten → Wer → Deputats-Landkarten sieht die Planung das Kollegium als Ganzes. Personaldaten — nur für die Stundenplanung sichtbar. Fünf Karten:
| Karte | Was sie zeigt | Was Du dort tust |
|---|---|---|
| Wunschbuch | Alle Wünsche aller Lehrkräfte als Sätze, je Person „6 von 8 Wünschen erfüllt“ | Wünsche bearbeiten, Gewicht setzen; ungewöhnliche Wünsche als Freitext („mittwochs nicht nach der 4. Stunde“) eintragen und von Hand prüfen |
| Wochenbild | Die Woche einer Person in vier Farben; ein gemalter Vorschlag ist umrandet, wo er abweicht | Übernehmen oder Verwerfen; selbst malen und Wochenbild speichern |
| Lastprofil | Je Person Unterricht, Aufsicht, Vertretungsbereitschaft, Hospitation und Anrechnung gegen das Soll | Sortieren nach Last oder wenigste Wünsche erfüllt; Ausgleichskonto führen |
| Deckung | Je Stunde der Woche die Reserve: wer im Haus und frei ist | Aufgaben neben dem Unterricht eintragen; Bereitschaften vorschlagen für die roten Stunden |
| Waage | Pädagogik ↔ Personal, Fairness-Boden, wer zuerst nachgibt | Die Waage stellen (nur die Planungsleitung); drei Stellungen rechnen und vergleichen |
Lastprofil und Ausgleichskonto. Wer dieses Jahr wenig von seinen Wünschen bekam, soll nächstes Jahr zuerst dran sein. Schuljahr festhalten schreibt je Person auf, wie viele Wünsche erfüllt waren; im nächsten Jahr wiegen die Wünsche derer schwerer, die zu kurz kamen. Jede Lehrkraft sieht ihre eigene Zeile, das Kollegium nur die Verteilung ohne Namen.
Deckung. Eine Stunde ohne Reserve ist rot: Fällt dort jemand aus, ist niemand da. Bereitschaften vorschlagen nimmt je rote Stunde die am wenigsten belastete Person, die im Haus und frei ist. Aufsichten, Bereitschaften, Hospitationen und Anrechnungen trägst Du hier ein — sie zählen im Lastprofil mit.
Die Waage
Ein Plan ist ein Ausgleich zwischen dem, was pädagogisch gut ist (Fächer-Regeln, keine Hohlstunden für Kinder), und dem, was die Menschen sich wünschen. Die Waage legt fest, wohin er sich neigt — in fünf Stellungen von Pädagogik zuerst bis Personal zuerst.
- Fairness-Boden — Zuerst die Person anheben, deren Wünsche am meisten verletzt sind. Der Auto-Plan schaut nicht nur auf die Summe, sondern auf die am schlechtesten gestellte Person. Ein Deckel sorgt dafür, dass ein unerfüllbarer Wunsch nicht den ganzen Plan bestimmt.
- Wer gibt zuerst nach? — Komfort-Wünsche (kompakter Tag, wenige Tage), pädagogische Wünsche oder persönliche Zeitwünsche — in Deiner Reihenfolge. Muss-Regeln und der Fairness-Boden geben nie nach.
- Was kostet welche Stellung? — Drei Stellungen rechnen legt je Stellung eine Variante an (jede rechnet bis zu zehn Minuten). Die Kurve zeigt dann je Variante die Punkte für Pädagogik und Personal: weiter links weniger Verstösse gegen die Pädagogik, weiter unten weniger gegen die Wünsche.
Die Waage stellt die Planungsleitung; darunter steht, wer sie wann gestellt hat. Ist sie nicht gestellt, rechnet der Auto-Plan wie bisher.

Wenn niemand da ist: „N.N.“
Manchmal kann an der ganzen Schule niemand Französisch in Stufe 7 geben. Früher wurde das Fach dann still irgendwem gegeben — oder es fiel weg, und niemand merkte es bis September.
Prilog macht die Lücke sichtbar. N.N. (nomen nominandum, „der Name ist noch zu nennen“) ist ein Platzhalter für eine Lehrkraft, die es noch nicht gibt. Der Auto-Plan rechnet mit ihm wie mit einer Lehrkraft — so entsteht trotzdem ein vollständiger Plan —, und im Plan steht ehrlich „N.N. Französisch“.
Stellenbedarf
In den Stammdaten → Wer → Stellenbedarf:
- Vorgemerkte Stellen — jede N.N. mit Stufen, zugewiesenen Wochenstunden und ungefährem Stellenanteil (bei 25 Stunden Deputat).
- Fächer, die niemand geben darf — je Fach und Stufe die Stunden laut Stundentafel, mit N.N. vormerken.

Vorgemerkte Stellen nennt die Klassenkarte Was fehlt noch? nicht als Lücke — das Fach hat ja jemanden. Rechnen und Übergeben sperren sie nicht — der Plan darf entstehen, während die Stelle ausgeschrieben ist.
Früh hinschauen
Der Stellenbedarf ist im Februar am wertvollsten. Dann ist noch Zeit, auszuschreiben, umzuverteilen oder die Stundentafel anzupassen. Im Juli ist es zu spät.
Jemand ist eingestellt
Person wählen, N.N. ersetzen (ein zweiter Klick bestätigt). Die Person übernimmt alle Stunden der N.N. — Klassenfächer, Planer, Stundenplan, Epochen — und ihre Befähigung.
Die Kennzahlen: reicht das Kollegium?
Über den Vorlagen (Stammdaten → Wie viel → Vorlagen) stehen die Kennzahlen der ganzen Schule:
- Stunden je Kind — wie viel Unterricht ein Kind bekommt, von der kleinsten bis zur grössten Klasse.
- Lehrerstunden — wie viel unterrichtet werden muss. Teilungen zählen hier doppelt oder dreifach (warum).
- Stellen — Lehrerstunden geteilt durch ein übliches Deputat, verglichen mit den Deputaten des Kollegiums.
- Je Fach — Lehrerstunden, Zahl der Klassen und wie viele Lehrkräfte befähigt sind. Ein Fach mit vielen Stunden und keiner befähigten Lehrkraft fällt sofort auf.
Das ist die Rechnung, die jede Schulleitung im Frühjahr braucht — und sie steht da, bevor ein einziger Plan gerechnet ist.
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