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Das digitale Klassenbuch ​

Das Klassenbuch ist das wichtigste Papier einer Klasse: Was wurde wann unterrichtet, was ist aufgegeben, wer hat gefehlt. Prilog kann dieses Buch führen — oder, wenn die Schule beim Papier bleibt, nur das übernehmen, was am Ende aufs Zeugnis gehört.

Dieses Handbuch erklärt alles der Reihe nach, ohne Fachsprache. Sie müssen nicht alles lesen: Suchen Sie sich den Teil, der zu Ihnen passt.

Nicht juristisch geprüft

Prilog bildet die Vorgaben der Länder so genau ab, wie wir sie in den Quellen gefunden haben — mit Fundstelle und dem Hinweis, wo etwas unsicher ist. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht. Vor dem Einsatz sollte jemand mit Rechtskenntnis die Vorlagen und Fristen Ihres Landes gegenlesen.

Die kurze Antwort ​

1Einschalten

Die Verwaltung wählt unter Einstellungen › Apps & Erweiterungen › Fehlzeiten-Regeln: kein Buch, Papierbuch oder digitales Buch.

2Eintragen

Die Lehrkraft trägt in der Stunde am Tablet Thema, Hausaufgabe und Anwesenheit ein — ein Bildschirm, ein Knopf.

3Bestätigen

Am Ende der Woche bestätigt jede Lehrkraft ihre Stunden. Die Klassenleitung schließt die Woche ab.

4Aufbewahren

Am Schuljahresende entsteht ein unveränderbares Exemplar. Nach Ablauf der Frist des Landes wird gelöscht — nie von selbst.

Drei Stufen: Wie viel Klassenbuch soll es sein? ​

Nicht jede Schule will sofort alles digital. Deshalb gibt es drei Stufen. Die Verwaltung stellt sie ein, und sie gilt für die ganze Schule.

So finden Sie die Einstellung

  1. Melden Sie sich mit einem Konto der Verwaltung an. Lehrkräfte sehen diese Seite nicht.
  2. Öffnen Sie Einstellungen.
  3. Wählen Sie in der Gruppe Apps & Erweiterungen den Punkt Fehlzeiten-Regeln. Direkt geht es über die Adresse /settings/fehlzeiten-regeln hinter Ihrer Schuladresse.
  4. Dort steht die Karte Klassenbuch-Modus mit den drei Stufen.

Das Klassenbuch selbst öffnen Sie danach über Fehlzeiten › Klassenbuch (/fehlzeiten/klassenbuch). Dieser Menüpunkt erscheint erst, wenn die Stufe „digital“ eingeschaltet ist.

Die drei Stufen in den Einstellungen: kein Klassenbuch, Papierbuch mit Zeugnisdaten, digitales Klassenbuch

StufeWas Prilog tutFür wen das passt
Kein KlassenbuchPrilog erfasst nur die Anwesenheit — wie bisher.Schulen, die nichts ändern wollen. Das ist die Vorgabe.
Papierbuch, nur ZeugnisdatenDas Buch auf Papier bleibt das Klassenbuch. Einmal pro Woche überträgt jemand die Fehlzeiten über „Nachtragen“ — mehr nicht.Schulen, die beim Papier bleiben, aber die Fehlzeiten nicht mehr von Hand aufs Zeugnis abschreiben wollen.
Digitales KlassenbuchThema, Hausaufgabe und Bemerkung je Stunde, Bestätigung der Woche, Abschluss durch die Klassenleitung. Eltern sehen die Hausaufgaben.Schulen, die das Papierbuch ablösen wollen.

Gut zu wissen

Wer die Stufe wechselt, verliert nichts. Was schon eingetragen ist, bleibt. Die Stufe „digital“ lässt sich erst einschalten, wenn die Einführung abgeschlossen ist — dazu unten mehr.

Für Lehrkräfte ​

Eine Stunde eintragen ​

Sie öffnen die Stunde wie gewohnt dort, wo Sie die Anwesenheit erfassen — am Tablet, am Handy oder am Rechner. Ist das digitale Klassenbuch eingeschaltet, stehen über der Klassenliste drei Felder:

  • Thema — was heute dran war. Prilog schlägt das Thema der letzten Stunde vor („Wie die Stunde davor“); ein Tipp darauf übernimmt es.
  • Hausaufgabe — was bis wann zu tun ist. Eltern sehen sie danach.
  • Bemerkung — etwas zum Unterricht, das ins Buch gehört. Hier gehören keine Angaben über einzelne Kinder hinein, keine Krankheiten und kein Verhalten.

Darunter tippen Sie wie gewohnt an, wer da ist, wer fehlt und wer zu spät kam. Ein Knopf speichert beides zusammen.

Eine Stunde eintragen: oben Unterricht oder „Fällt aus“, Thema, Hausaufgabe und Bemerkung, darunter die Klassenliste mit da, fehlt und verspätet

Eine Stunde am Tablet. Kinder, für die schon eine Meldung der Eltern vorliegt, sind gekennzeichnet.

Fällt die Stunde aus? Tippen Sie oben auf Fällt aus. Dann gibt es keine Anwesenheit zu erfassen, und das Buch zeigt die Stunde als ausgefallen.

Die Woche im Überblick ​

Unter Fehlzeiten › Klassenbuch sehen Sie die Woche einer Klasse als Raster: jeden Tag, jede Stunde, mit Thema, Hausaufgabe und ob die Anwesenheit erfasst ist. Was noch fehlt, steht orange da („Anwesenheit fehlt“, „ohne Thema“).

Die Woche einer Klasse: Raster mit Fächern, Themen und Hausaufgaben; darunter, was offen ist, und das Bestätigen

Die eigene Woche bestätigen ​

Am Ende der Woche schauen Sie einmal über Ihre Stunden und tippen auf Meine Stunden dieser Woche stimmen. Damit sagen Sie: Was hier steht, ist richtig. Ändern Sie danach noch etwas, sieht die Klassenleitung, dass sich nach Ihrer Bestätigung etwas geändert hat.

Etwas nachtragen oder korrigieren ​

Fehler passieren: ein falsches Kind als abwesend, ein vergessenes Thema. Sie können alles korrigieren. Zwei Dinge sind dabei anders als auf Papier:

  1. Nichts verschwindet. Prilog schreibt jede Änderung in ein Protokoll: was vorher stand, was jetzt steht, wer es geändert hat und wann. Radieren gibt es nicht — wie beim guten Papierbuch, nur sauberer.
  2. Nach dem Wochenabschluss braucht es einen Grund. Hat die Klassenleitung die Woche schon abgeschlossen, fragt Prilog nach einem kurzen Grund, etwa „Attest nachgereicht“. Der Grund steht dann im Protokoll.

Kein Netz im Klassenzimmer? ​

Funklöcher gibt es in vielen Schulen. Fällt das Netz weg, während Sie die Anwesenheit speichern, bleibt sie auf dem Gerät und geht von selbst an die Schule, sobald wieder Netz da ist und Prilog offen ist. Oben auf der Seite steht dann, wie viele Stunden noch nicht gesendet sind.

Was Sie dazu wissen sollten:

  • Auf dem Gerät liegt nur das Nötigste: wer da war, wer fehlte, wie viele Minuten zu spät. Notizen zu einzelnen Kindern, Gründe, Namen und Ihr Anmelde-Schlüssel werden nicht gespeichert.
  • Thema und Hausaufgabe speichert Prilog offline nicht mit. Bitte später noch einmal speichern — Prilog sagt es Ihnen.
  • Hat jemand anderes inzwischen dieselbe Stunde erfasst (etwa eine Vertretung), überschreibt Prilog nichts von selbst. Sie sehen den Konflikt und entscheiden: Ihren Stand senden oder verwerfen.
  • Ist die Woche inzwischen abgeschlossen, fragt Prilog nach einem Grund und sendet dann.
  • Wer sich abmeldet, löscht, was noch wartet. Ein Eintrag, der 14 Tage nicht gesendet werden konnte, verfällt.
  • In Schleswig-Holstein ist das Zwischenspeichern ausgeschaltet, weil das Land eine Speicherung auf dem Gerät nicht erlaubt. Dort sagt Prilog bei fehlendem Netz: bitte später noch einmal speichern.

Für die Klassenleitung ​

Die Woche abschließen ​

Ab Freitag können Sie die Woche Ihrer Klasse abschließen. Vorher zeigt Prilog, was noch offen ist: Stunden ohne Anwesenheit, Stunden ohne Thema, Lehrkräfte, die ihre Woche noch nicht bestätigt haben. Sie können erst nachfragen — oder trotzdem abschließen; was offen blieb, wird dann vermerkt.

Mit dem Abschluss bekommt die Woche ein Siegel. Das ist eine Art digitaler Fingerabdruck des ganzen Wochenstands. Ändert jemand später etwas, geht das nur noch als Nachtrag mit Grund — und wer die Woche ansieht, liest sofort: „Seitdem 2 Nachträge mit Grund“.

Eine abgeschlossene Woche: oben das Raster, darunter „Abgeschlossen von …“ und die aufgeklappten Änderungen mit vorher und nachher

Änderungen nachvollziehen ​

Unter Änderungen dieser Woche steht jede Änderung mit vorher und nachher, Person, Zeit und — bei Nachträgen — dem Grund. Die Einträge sind so miteinander verkettet, dass Prilog merkt, wenn jemand an der Datenbank vorbei etwas verändert hätte. Dann erscheint ein deutlicher Hinweis, die Verwaltung zu informieren.

Alle Klassen auf einen Blick ​

Wer den Überblick über die ganze Schule hat (Schulleitung, Sekretariat), sieht oben auf der Seite Alle Klassen: welche Woche abgeschlossen ist, welche vorbei, aber nicht abgeschlossen, und wo noch etwas offen ist.

Das Schuljahr abschließen ​

Ab den Sommerferien erscheint auf der Seite der Abschnitt Schuljahr. Mit Schuljahr abschließen entsteht ein unveränderbares Exemplar des ganzen Jahres — als PDF zum Lesen und als Datei mit allen Daten. Beides liegt danach in den Dokumenten im Ordner 03.4 „Klassen und Jahrgänge“. Lesen dürfen es Schulleitung und Datenschutzkoordination.

Viele Länder verlangen genau das: ein Exemplar, das am Schuljahresende bei der Schulleitung liegt und nicht mehr verändert wird.

Für Eltern ​

Hausaufgaben sehen ​

Führt die Schule das digitale Klassenbuch, sehen Sie auf der Seite Krank melden die Hausaufgaben Ihres Kindes: Fach, Aufgabe, bis wann.

Hausaufgaben für Eltern: Fach, Aufgabe und bis wann

Was Sie nicht sehen: Bemerkungen der Lehrkräfte, die Anwesenheit anderer Kinder oder das Protokoll. Das Klassenbuch gehört der Schule.

Krank melden — auch nur für einen halben Tag ​

Sie melden wie gewohnt unter Krank melden: Kind wählen, Zeitraum, Grund. Je nach Land fragt die Schule den Grund nur als Auswahl ab oder gar nicht — das Formular zeigt Ihnen dann nur, was erlaubt ist.

Im Kanton Bern, wo Abwesenheiten in Halbtagen gezählt werden, können Sie bei einem einzelnen Tag wählen: Ganzer Tag, Vormittag oder Nachmittag.

Jokerhalbtage (Kanton Bern) ​

Im Kanton Bern dürfen Eltern ihr Kind an höchstens fünf Halbtagen je Schuljahr ohne Begründung vom Unterricht fernhalten — wenn sie es vorher melden (Art. 27 Abs. 3 Volksschulgesetz). An Berner Schulen gibt es im Formular deshalb den Grund Joker (freier Halbtag).

Elternformular mit Joker: zwei Kinder gewählt, je Kind der Rest an Halbtagen, darunter der Hinweis, dass ein Joker vorher gemeldet wird

  • Prilog zeigt für jedes Kind, wie viele Halbtage noch übrig sind.
  • Ein ganzer Tag zählt zwei Halbtage.
  • Einen Joker für einen Halbtag, der schon begonnen hat, nimmt Prilog nicht an. Dann bitte einen anderen Grund wählen.
  • Sind die fünf Halbtage verbraucht, sagt Prilog es — und meldet nicht.
  • Lehnt die Schule einen Joker ab, wird er Ihnen wieder gutgeschrieben.

Für die Verwaltung ​

Die Einführung auf Knopfdruck ​

Bevor eine Schule das Klassenbuch digital führen darf, verlangen die Länder Papiere: einen Eintrag ins Verzeichnis der Verarbeitungen, eine Datenschutz-Folgenabschätzung, eine Dienstanweisung, eine Vereinbarung mit der Personalvertretung, eine Information für Eltern — je nach Land auch einen Beschluss der Gesamtkonferenz oder eine Genehmigung des Ministeriums.

Prilog macht daraus eine Seite mit vier Schritten. Sie erreichen sie über die Karte Klassenbuch-Modus unter Einstellungen › Fehlzeiten-Regeln (Zur Einführung) oder direkt über /fehlzeiten/klassenbuch/einfuehrung.

Schritt 1Land

Welche Ordnung gilt? Daraus ergibt sich, welche Papiere nötig sind.

Schritt 2Papiere

Jedes Papier gibt es als Vorlage — vorbefüllt mit Schulname, Land und Fristen. Ein Knopf legt es als Word-Datei in den passenden Ordner der Dokumente. Die unterschriebene Fassung laden Sie hoch.

Schritt 3Vor dem Start

Was Prilog selbst prüfen kann (Land gewählt, Datenschutzbeauftragte eingetragen, Aktenplan da), hakt es selbst ab. Den Rest bestätigen Sie.

Schritt 4Freigabe

Ist alles erledigt, geben Verwaltung oder Datenschutzkoordination frei. Erst dann lässt sich „digital“ einschalten.

Die Freigabe gilt 12 Monate und nur für das Land, für das sie erteilt wurde. Wer sie zurücknimmt, nennt einen Grund; das Buch läuft dabei weiter.

Vorlagen sind Entwürfe

Jede Vorlage beginnt mit dem Hinweis „Nicht juristisch geprüft“. Lücken sind mit ____ markiert. Lesen, prüfen und ergänzen Sie jedes Papier, bevor jemand unterschreibt.

Die Ordnung des Landes ​

Wie lange ein Klassenbuch aufbewahrt wird, ist in jedem Land anders: von „bis zum 30. September des Folgejahres“ (Bayern) bis 15 Jahre (Mecklenburg-Vorpommern). Auch beim Grund einer Fehlzeit unterscheiden sich die Länder: In NRW ist er Freitext, in Bayern eine Auswahl, in Schleswig-Holstein nur ein Code, in Rheinland-Pfalz gehört er gar nicht ins Buch.

Prilog kennt alle 16 Bundesländer, den Kanton Bern und Österreich. Die Karte Ordnung des Landes in den Einstellungen zeigt, was für Ihre Schule gilt — mit der Fundstelle, damit Sie nachlesen können.

Die Ordnung des Landes am Beispiel Hamburg: Aufbewahrung, Archiv, Grund einer Fehlzeit und was die Schule selbst sicherstellt

Prilog übernimmt das Land aus dem Schulsystem. Sie können es aber auch von Hand wählen — oder ausdrücklich „ohne Länderordnung“ führen.

Löschen nach Ablauf der Frist ​

Ein Klassenbuch muss irgendwann gelöscht werden — aber nicht zu früh. Prilog schlägt nur vor, was fällig ist. Gelöscht wird nie von selbst.

Die Seite Löschlauf (Link in der Karte „Ordnung des Landes“) zeigt jedes Buch mit seinem Stand:

Der Löschlauf: fällige Bücher mit Archivangebot, zurückgestellte, noch nicht fällige und gelöschte

  1. Dem Archiv anbieten. Viele Länder verlangen, dass das zuständige Archiv das Buch vorher bekommt. Dafür braucht es den Jahresabschluss.
  2. Antwort des Archivs eintragen: übernommen, abgelehnt, keine Antwort.
  3. Löschen. Gelöscht werden Einträge, Wochenabschlüsse und erfasste Stunden. Das Protokoll wird geschwärzt: Man sieht danach noch, dass etwas geändert wurde, aber nicht mehr, was.

Ein Buch ist erst fällig, wenn die Frist für alle Kinder darin abgelaufen ist. Läuft etwa noch ein Verfahren, stellen Sie das Buch mit Grund zurück. Anbieten, zurückstellen und löschen darf die Datenschutzkoordination.

Verfahren bei Schulpflichtverletzung ​

Fehlt ein Kind oft unentschuldigt, sieht jedes Land Schritte vor — Gespräche, Meldungen, im Ernstfall eine Anzeige. Prilog zeigt das als Ampel (siehe Absentismus — die Ampel). Welche Regeln gelten, wählt die Verwaltung auf der Karte Verfahren bei Schulpflichtverletzung in den Einstellungen.

Die Wahl des Verfahrens: kein Verfahren, Hamburg, Österreich und Kanton Bern; das passende Land ist markiert

Prilog schlägt vor, was zum Land passt, gewählt wird von Hand. Ein Verfahren, das von selbst anspränge, könnte Familien Post schicken, ohne dass jemand es wollte. Ohne Wahl gibt es keine Ampel — so wie bisher.

Ausland und Internat ​

Im Ausland ändern sich nicht nur Zahlen. Es kommen Pflichten dazu, die es in Deutschland nicht gibt: Halbtage statt Stunden, Meldungen an Behörden, Stundennachweise für ausländische Abschlüsse, Nachweise für das Aufenthaltsrecht — und an Internaten der Alltag im Wohnheim.

Schweiz: Halbtage, Joker, Dispensation ​

  • Halbtag als Einheit. Ein Tag hat einen Vormittag und einen Nachmittag; die Grenze ist 12 Uhr Ortszeit der Schule. Prilog zählt Halbtage so, dass zwei Meldungen über denselben Vormittag ihn nicht doppelt verbrauchen.
  • Joker (siehe Für Eltern): fünf Halbtage je Schuljahr, vorher gemeldet. Die Schule darf einen Joker auch nachtragen, etwa nach einem Anruf, aber nicht über die fünf Halbtage hinaus. Das gilt auch, wenn sie einen abgelehnten Joker später doch anerkennt.
  • Dispensation. Eine Dispensation trägt die Schule ein, nicht die Familie. Beim Eintragen erinnert Prilog daran, dass das Gesuch schriftlich vier Wochen im Voraus vorliegen soll.
  • Meldung an die Schulkommission (Privatschulen, Art. 68 VSG). Bern nennt keine Zahl, ab wann gemeldet wird. Prilog schlägt deshalb keine Stufe vor; die Schule setzt sie von Hand, und die Ampel führt durch die Schritte.

Österreich: Maßnahmen und Anzeige ​

Seit dem 1. September 2018 gilt in Österreich: Die Schulleitung setzt bei Schulpflichtverletzungen geeignete Maßnahmen — eine Verwarnung oder eine Vereinbarung, bei Bedarf mit Schülerberatung, Schulpsychologie oder Schulsozialarbeit (§ 25 Abs. 2 Schulpflichtgesetz). Fehlt ein Kind an mehr als drei Schultagen ungerechtfertigt, ob in Folge oder nicht, ist Anzeige zu erstatten (§ 24 Abs. 4).

Prilog schlägt die Anzeige vor, sobald die Zahlen es hergeben — bestätigen muss sie ein Mensch. Einen Zählzeitraum nennt das Gesetz nicht; Prilog zählt etwa ein Schuljahr (die letzten 40 Schulwochen). Der frühere „Fünf-Stufen-Plan“ gilt nicht mehr und ist deshalb nicht abgebildet.

Das Stundenkonto je Kurs ​

US-Hochschulen erwarten Credits je Kurs: Eine Carnegie Unit entspricht 120 Kontaktstunden. Für die Schweizer Matura muss die Lektionentafel belegbar sein. Beides beginnt mit derselben Frage: Wie viel Unterricht hat der Kurs gehalten, und wie viel davon war jedes Kind da?

Die Seite Stundenkonto (Menü Fehlzeiten) beantwortet das:

  • Je Kurs: gehaltene und ausgefallene Stunden, die Zeitstunden und — an Schulen mit US-Programm — die Carnegie Units.
  • Je Kind (Tipp auf den Kurs): wie viele Stunden Unterricht es in seiner Zeit im Kurs gab, wie viele es gefehlt hat und wie viele es da war.

Stundenkonto eines Kurses je Kind: Unterricht, gefehlt, anwesend, Anteil und Carnegie Units

Gezählt wird, was im Klassenbuch steht oder wofür die Anwesenheit erfasst wurde — das Stundenkonto funktioniert also auch ohne digitales Klassenbuch. Die Dauer einer Stunde kommt aus dem Zeitraster. Fehlt dort die Uhrzeit, zählt Prilog 45 Minuten und sagt es dazu.

Lehrkräfte sehen in der Übersicht die Stunden, die sie selbst gehalten haben. Die Kinder eines Kurses sieht, wer den Kurs betreut oder den schulweiten Blick hat.

Aufenthaltsbewilligungen ​

Internate gelten als Vollzeitschulen. Für Schülerinnen und Schüler mit einer Bewilligung zur Ausbildung prüft das Migrationsamt den Fortschritt, und bei der Verlängerung verlangt etwa Zürich eine Bestätigung des regelmäßigen Schulbesuchs.

Die Seite Aufenthalt hilft dabei:

Die Seite Aufenthalt: Bewilligungen mit Ablaufdatum, abgelaufen rot, bald ablaufend gelb, darüber die Bestätigung des Schulbesuchs

  • Bewilligungen mit Art, Behörde und Gültigkeit eintragen.
  • Frühwarnung: Ab 90 Tagen vor dem Ablauf steht die Bewilligung gelb da, nach dem Ablauf rot. Eine neuere Bewilligung derselben Person löst die alte ab.
  • Bestätigung des Schulbesuchs auf Knopfdruck, als PDF für einen Zeitraum: Schultage, Tage mit Fehlzeit und wie viele davon nicht entschuldigt sind. Bestätigen tut erst die Unterschrift der Schulleitung — das Blatt nennt nur die Zahlen.

Bitte tragen Sie keine Ausweisnummer und keine Staatsangehörigkeit ein — Prilog braucht sie nicht. Die Seite sehen nur Verwaltung, Schulleitung und Sekretariat, und jeder Aufruf steht im Protokoll.

Noch offen

Was das Migrationsamt im Kanton Bern genau verlangt, haben wir nicht gefunden. Die Bestätigung folgt der Zürcher Praxis.

Internat heute: Ausgang und Abendappell ​

Im Wohnheim zählt nicht die Anwesenheit im Unterricht, sondern im Haus. Die Seite Internat heute ist für den Nachtdienst gemacht — und deshalb vor allem fürs Handy.

Internat heute auf dem Handy: oben „Jetzt handeln“ mit Überfälligen und Fehlenden, darunter Unterwegs, Geplant und der Appell je Wohngruppe

Oben steht, was jetzt Handeln verlangt:

  • Wer nach der vereinbarten Zeit nicht zurück ist — mit den Minuten über der Zeit.
  • Wer beim Appell fehlt und nicht abgemeldet ist.
  • Darunter der Hinweis: erst suchen und anrufen; wer nicht zu finden ist, für den löst die Schule ihren Vermisst-Ablauf aus (Link zum Notfall).

Ab- und Anmelden: Wer ausgeht, wird mit Ziel, Begleitung und Rückkehrzeit abgemeldet. Kommt er zurück, genügt ein Tipp auf Ist zurück. Ein Ausgang, der erst später beginnt (etwa das Wochenende bei den Eltern), steht unter Geplant und deckt bis dahin niemanden.

Abendappell je Wohngruppe: Für jedes Kind tippen Sie an: da, fehlt, abgemeldet, krank oder Urlaub. Wer laut Abmeldebuch unterwegs ist, steht schon als „abgemeldet“ da. Appell abschließen speichert. Den Appell gibt es für heute und — nach Mitternacht — für gestern; ältere Appelle bleiben, wie sie waren. Die Seite lädt jede Minute neu, ohne dass Ihre Eingaben verloren gehen.

Die Seite sehen die Betreuenden der Wohngruppen — alle Häuser, weil der Nachtdienst oft mehrere abdeckt — sowie Schulleitung und Sekretariat. Schüler und Eltern sehen sie nicht.

Bewusst noch nicht dabei

Ein Vorkommnisjournal, Schichtplan und Übergabe fehlen noch. Was sie tragen müssen, hängt davon ab, welche Aufsicht für den Wohnbetrieb gilt — das klären wir mit den Internaten, bevor wir es bauen.

Wer sieht was? ​

LehrkraftKlassenleitungSchulleitung / SekretariatDatenschutz­koordinationEltern
Thema, Hausaufgabe, Bemerkung ihrer Stunden✓✓✓Hausaufgaben
Woche einer Klasseihrer Klassen✓✓
Woche abschließen✓Schulleitung, Verwaltung
Änderungsprotokollihrer Klassen✓✓
Jahresabschluss (PDF)Schulleitung✓
Löschlauf bedienenVerwaltung✓
Einführung und FreigabeVerwaltung✓
Stundenkontoeigene Stundenihres Kurses✓
Aufenthalt✓
Internat heutewenn Betreuende einer Wohngruppewenn Betreuende✓

Häufige Fragen ​

Muss ich jetzt in jeder Stunde ein Thema eintragen? Nur, wenn Ihre Schule das digitale Klassenbuch eingeschaltet hat. Fehlt ein Thema, steht es in der Woche als „ohne Thema“ da — die Klassenleitung sieht es vor dem Abschluss.

Kann ich etwas löschen, das ich falsch eingetragen habe? Sie können es korrigieren. Im Protokoll bleibt sichtbar, was vorher stand. Das schützt Sie: Niemand kann später behaupten, Sie hätten etwas anders eingetragen.

Kann die Schulleitung damit kontrollieren, wie viel ich arbeite? Die Woche zeigt je Lehrkraft, wie viele Stunden eingetragen sind und ob die Woche bestätigt ist — für die Lehrkräfte der Klasse, die Klassenleitung, die Schulleitung und das Sekretariat. Eine schulweite Auswertung je Lehrkraft gibt es nicht. Was darüber hinaus gilt, regelt die Dienstvereinbarung mit der Personalvertretung, für die Prilog eine Vorlage mitbringt.

Was passiert mit den Daten nach dem Schuljahr? Am Schuljahresende entsteht das unveränderbare Jahresexemplar. Nach der Frist Ihres Landes bietet die Datenschutzkoordination das Buch dem Archiv an und löscht es danach. Von selbst löscht Prilog nichts.

Wir sind eine Schule in freier Trägerschaft. Gilt das auch für uns? Die Länderordnungen gelten oft auch für Ersatzschulen. Bei der Mitbestimmung tritt an die Stelle des Personalvertretungsgesetzes das Betriebsverfassungsgesetz oder die Mitarbeitervertretungsordnung — die Vorlage weist darauf hin.

Unser Land fehlt / eine Frist stimmt nicht. Schreiben Sie uns die Fundstelle. Länder sind in Prilog Daten, kein Programm: Ein Fehler ist schnell korrigiert, ohne dass sich sonst etwas ändert.